Letzte Umfrage vor der Wahl: So steht's aktuell

Würde Österreich heute wählen, wäre der Sieger klar. Alle Infos hier!
"Heute" und der TV-Sender ATV gaben die bisher größte Umfrage vor der Nationalratswahl in Auftrag. 1.500 Österreicherinnen und Österreicher wurden befragt, wen sie wählen würden, wenn kommenden Sonntag Wahlen wären. Die Hochschätzung der Antworten ergab folgendes Stimmungsbild:

- Die ÖVP würde derzeit auf 34 Prozent (Schwankungsbreite +/-2,5 %) kommen – und damit die Wahl klar für sich entscheiden.

- Um Platz 2 rittern Rot und Blau. Die SPÖ kommt auf 27 Prozent, die FPÖ auf 25 Prozent (Schwankungsbreite +/-2,5 %).

Auffällig: Alle drei Parteien konnten seit der letzten Umfrage von "Heute" zulegen: die ÖVP um ein Prozent, die SPÖ um drei Prozent, die FPÖ um zwei Prozent.

CommentCreated with Sketch.54 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Aus heutiger Sicht gibt es laut Umfrage Indizien für eine steigende Wahlbeteiligung. 79 Prozent wollen ganz sicher zur Wahl gehen. Aber auch jene, die sich bereits für eine Partei entschieden haben, könnten noch umgestimmt werden: sechs von zehn Wählern geben an, ihre genannte Partei "ganz sicher" zu wählen. Wer ist sympathisch, wer wirkt kompetent? Diese Ergebnisse lesen Sie hier!

Für "Kleine" derzeit eng

Am Überzeugtesten scheinen aktuell die SPÖ-Wähler zu sein: Zwei Drittel (66 %) geben an, die SPÖ "ganz sicher" zu wählen, weitere 27 % "sicher". Bei der FPÖ sind sich 65 % "ganz sicher und 25 % "sicher". Bei der Liste Kurz sind derzeit sechs von zehn Wählern (60 %) "ganz sicher" und jeder Dritte (32 %) ist sich bei seiner VP-Entscheidung "sicher".

Was die Umfrage auch zeigt: Für alle anderen Parteien wird es gaaanz eng. NEOS, die Grünen und die Liste Pilz werden derzeit auf vier Prozent hochgeschätzt. Die Hürde, um in den Nationalrat einzuziehen, beträgt eben diese vier Prozent. Und im Gegensatz zu den Spitzenreitern haben sich die Umfragewerte aller drei Parteien im Vergleich zum August zumindest leicht gesenkt.

Aber: „Die Potenziale sprechen für einen Verbleib der kleineren Parteien im Parlament", so Meinungsforscher Peter Hajek von „Unique Research", der die Umfrage (Feldarbeit Jaksch & Partner, meinungsraum) durchführte.

Für alle anderen Kleinparteien schaut es derzeit düster aus. Die "Liste Gilt" von Roland Düringer etwa kommt auf nicht einmal ein Prozent.

Wer kann Bundeskanzler?

Bei der Frage nach dem Bundeskanzler sieht das Rennen um den Sieg knapper aus. 31 Prozent würden derzeit Sebastian Kurz direkt wählen, im August waren es aber noch 35 Prozent. Christian Kern konnte sich bei der Direktwahl-Frage von 26 auf 29 Prozent steigern, Heinz-Christian Strache hält konstant bei 14 Prozent.

Mit Wegfall von Team Stronach und BZÖ sowie der Spaltung der Grünen in zwei Listen kommt eine zusätzliche Brisanz in die Umfrageergebnisse. Immerhin 9,2 Prozent haben BZÖ oder Stronach gewählt und lassen sich bei ihrem Wahlverhalten schwer einschätzen. Auch, ob Grün-Wähler zu Pilz wechseln oder den Grünen die Treue halten, ist unklar. Und: rund 700.000 Wähler sind derzeit noch immer unentschlossen.

So entstand die große Wahl-Umfrage

"Heute" beauftragte gemeinsam mit dem Privatsender ATV das Institut „Unique Research" für die Untersuchung zur Wahl. 1.500 Wahlberechtigte ab 16 Jahren wurden von 21. bis 28. September befragt. Die maximale Schwankungsbreite der Ergebnisse liegt bei +/- 2,5 %. Hier finden Sie die gesamten Rohdaten der Umfrage.

Sie sind noch unentschlossen und wissen nicht, wen Sie wählen wollen? Dann machen Sie hier den Test: 15 Fragen beantworten und Ihre Partei steht fest. Hier geht es zum "Heute"- Wahl-O-Mat.



(red)

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