Die NATO hat "umfangreiche" russische Luftwaffenaktivitäten in Europa beobachtet. Innerhalb von zwei Tagen waren Langstreckenbomber und Kampfjets zu "Manövern" über der Ostsee, der Nordsee und über dem Schwarzen Meer im Einsatz. Auch eine Interkontinentalrakete vom Typ Bulawa hat Moskau abgefeuert.
Die NATO hat "umfangreiche" russische Luftwaffenaktivitäten in Europa beobachtet. Innerhalb von zwei Tagen waren Langstreckenbomber und Kampfjets zu "Manövern" über der Ostsee, der Nordsee und über dem Schwarzen Meer im Einsatz. Auch eine Interkontinentalrakete vom Typ Bulawa hat Moskau abgefeuert.
Am Dienstag und am Mittwoch wurden im internationalen Luftraum insgesamt vier Gruppen von mehreren Kampfjets und Langstreckenbombern registriert. An vier Orten ließ die Nordatlantische Allianz Flugzeuge aufsteigen, um die russischen Kampfverbände abzufangen. Die Flieger wurden während der gesamten Dauer ihrer Flüge von Kampfjets verschiedener NATO-Staaten begleitet und von der NATO-Luftraumüberwachung verfolgt.
Die russische Militärmaschinen hatten teilweise keine Flugpläne an die zivilen Luftfahrtbehörden übermittelt und keinen Funkkontakt mit ihnen gehalten, was eine Gefahr für den zivilen Flugverkehr darstellt.
Interkontinentalrakete von Atom-U-boot abgefeuert
Russland hat zudem eine mit Atomsprengköpfen bestückbare Interkontinentalrakete getestet. Die Rakete vom Typ Bulawa (NATO-Code: SS-N-30) sei nach dem Start punktgenau auf der Halbinsel Kamtschatka im äußersten Osten Russlands eingeschlagen, sagte Vize-Verteidigungsminister Juri Borissow am Donnerstag russischen Agenturen zufolge.
Ein Atom-U-Boot hatte das Geschoß am Mittwoch aus der Barentssee abgefeuert. Die Rakete habe "wunderbar funktioniert", sagte Borissow. Auch ein Frühwarnsystem sei dabei getestet worden.
Auffallend häufig
Seit Jahresbeginn wurden in über 100 Fällen russische Flugzeuge abgefangen, was rund drei Mal mehr war als 2013. Die Entsendung von Kampfjets ist Standard, wenn sich nicht identifizierte Flugzeuge dem NATO-Luftraum nähern. Die Allianz findet die russischen Manöver im europäischen Luftraum ungewöhnlich umfangreich. Angesichts der zeigt auch die NATO seit einigen Monaten verstärkt Flagge in der Region.
Damit will sie ein Zeichen der Solidarität mit ihren östlichen Mitgliedstaaten setzen, die sich angesichts der Annexion der Krim durch Russland und der Kämpfe in der Ostukraine von Russland bedroht fühlen.