Mehr als neun Jahre nach der Auslieferung von Joaquín "El Chapo" Guzmán in die USA ist jetzt ein Neffe des mexikanischen Drogenbosses geschnappt worden. Das mexikanische Innenministerium hat am Dienstag bekannt gegeben, dass der Mann im Bundesstaat Sonora, direkt an der Grenze zu den USA, festgenommen wurde. Laut mexikanischen Medien soll Isai N. schon vor Jahren einmal in Haft gewesen sein.
"El Chapo" Guzmán war lange der Kopf vom berüchtigten Sinaloa-Kartell. 2017 wurde er schließlich an die USA ausgeliefert, nachdem er zuvor zweimal aus mexikanischen Gefängnissen ausgebrochen war. In Amerika wurde er unter anderem wegen Drogenhandels und Geldwäsche zu lebenslanger Haft verurteilt. Seine Strafe sitzt er derzeit in einem Hochsicherheitsgefängnis im US-Bundesstaat Colorado ab.
Laut US-Justizministerium hat das Sinaloa-Kartell über Jahrzehnte hinweg hunderte Tonnen Kokain, Heroin, Meth und Marihuana in die USA geschmuggelt. Anfang Mai hat Guzmán bei einem US-Bundesgericht einen Antrag auf Verlegung nach Mexiko gestellt.