Nehammer bläst Familien-Urlaub in Griechenland ab

Sagt nun täglich öffentlichkeitswirksam Termine ab: Nehammer
Sagt nun täglich öffentlichkeitswirksam Termine ab: NehammerAlexander Zemlianichenko / AP / picturedesk.com
Kanzler Nehammer bläst nach seinen Festspiel-Besuchen nun auch den Familienurlaub öffentlichkeitswirksam ab. Sein Griechenland-Trip wurde storniert.

In der ersten August-Hälfte wäre es für Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) eigentlich für einige Tage mit seiner Familie in den Sommerurlaub nach Griechenland gegangen. Nun wird der Urlaubsflieger allerdings ohne den Kanzler abheben. "Der Kanzler will seine volle Aufmerksamkeit auf den Kampf gegen die Teuerung lenken, deshalb hat er seinen für die erste Augusthälfte geplanten Griechenland-Urlaub storniert", lässt sich ein Sprecher Nehammers in der Lieblingszeitung "Krone" zitieren.

Kanzleramt statt Griechenland

Die Absage erfolgt, nachdem Nehammer bereits seine Besuche bei den Bregenzer und Salzburger Festspielen gestrichen hatte. Nun wurde es auch aus dem Familien-Strandurlaub nichts. Stattdessen soll es für Nehammer als Sommerurlaub im August nun nur zwei verlängerte Wochenenden mit seiner Familie geben, den Rest der Zeit möchte er nach seinen langen Auslandsreisen nun arbeitend verbringen. Der Kanzler ist mit seiner Auslandsurlaubs-Ansage aber nicht alleine.

Wie es ebenfalls in der "Krone" heißt, plane Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) einen Urlaub in der zweiten Augusthälfte per Zug, wohin, sei noch unklar und es werde ihn nur geben, wenn es die Zeit erlaube. SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner wiederum werde in Italien urlauben und davor auf der Tauplitz entspannen. NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger urlaubt dagegen im Salzkammergut, FPÖ-Chef Herbert Kickl in den (wohl heimischen) Bergen.

Präsident übt Kritik an der Regierung

Die Preise steigen und steigen, da macht nicht nur ein ausgedehnter Urlaub ein schlechtes Bild, sondern die Politik holt sich nun auch Kritik von Bundespräsident Alexander Van der Bellen ab. Er verstehe die "großen Sorgen" der Bevölkerung, wie er laut einem Onlinebericht der "Vorarlberger Nachrichten" am Dienstag sagte. Kritik gab es an der Kommunikation der Regierung, vor allem in Sachen Energiekosten, es müsse rascher reagiert und offener kommuniziert werden.

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