Seit einigen Tagen steht das Innenministerium im Fokus. Neben den Herausforderungen der Corona-Pandemie gilt es auch, die Hintergründe zum Terroranschlag in Wien aufzuklären. Dabei gab es im Vorfeld einige Pannen. Innenminister Karl Nehammer erklärte im "Ö1-Mittagsjournal", dass der Anschlag in einer "heiklen Phase" passiert sei.
Der bestehende Verfassungsschutz werde gerade erneuert, genau in dieser Phase kam es zum Anschlag. Auf die Frage, ob sich der Innenminister gegenüber den Hinterbliebenen und Verletzten korrekt verhalten habe, entgegnete er: "Das ist eine sehr schwierige Frage. Als Erstes möchte ich mein großes Mitgefühl ausdrücken. Meine Gedanken sind bei den Verletzten. Wir werden alles tun, um dieses Verbrechen lückenlos aufzuklären und Kampf gegen Terror entschlossen weiterführen."
Was die Fehler im Vorfeld betrifft, meinte Nehammer: "Es gibt auf der ganzen Welt keine Organisation, die fehlerlos ist." Er gestand die Fehler in der Kommunikation ein und verwies auf das neue Anti-Terror-Paket. Die unabhängige Kommission werde alles lückenlos aufklären.
"Es braucht Entschlossenheit, um den Kampf gegen Terror zu führen. Der politische Islam infiltriert die Gesellschaft und zeigt sich als freundliches Gesicht der Diktatur", so Nehammer.
Weiters gelang ein großer Schlag gegen die Muslimburderschaft. Über 20 Millionen Euro sind bei den Razzien gefunden worden. Bei einem Imam einer Moschee wurden 100.000 Euro in bar beschlagnahmt. "Ein klares Indiz, dass diese Bargeld-Ressourcen für die Terror-Finanzierung genutzt werden, da sie nicht nachvollziehbar sind", erklärt der Innenminister.