Nehammer schickt jetzt Sondereinheiten nach Favoriten

Karl Nehammer
Karl NehammerFlorian Schroetter / EXPA / picturedesk.com
Nach den Ausschreitungen in Favoriten nahm auch Innenminister Karl Nehammer zu den Vorfällen Stellung.

In der Silvesternacht kam es am Reumannplatz in Wien-Favoriten zu schweren Ausschreitung. Zwischen 20 und 30 Personen zogen mit Böllern eine Spur der Verwüstung. Fensterscheiben wurden zerstört, Polizisten attackiert, "Heute" berichtete. 

"Parallelgesellschaften haben in unserem Land nichts verloren"

Innenminister Karl Nehammer verurteilte die Randale aufs Schärfste: "Für solche Aktionen haben wir absolut keine Toleranz. Die Straftaten in der Silvesternacht am Reumannplatz sind ein Zeichen einer tiefen antidemokratischen und unsolidarischen Einstellung. Parallelgesellschaften haben in unserem Land nichts verloren. Die Wiener Polizei wird mit einer großangelegten Schwerpunktaktion gegen die Straftäter und alle, die sich beteiligt haben, vorgehen."

Neun Personen wurden nach den Ausschreitungen festgenommen, mittlerweile sind acht wieder frei. "Wer sich nicht mit unseren gesellschaftlichen Werten identifizieren kann und versucht, diese zu stören, muss mit allen rechtlichen Konsequenzen rechnen", meinte Nehammer weiter.

Dank an Polizei

"Ich danke den eingesetzten Polizistinnen und Polizisten für ihr rasches und mutiges Einschreiten trotz der herausfordernden Situation. Durch ihren Einsatz ist es gelungen, die Lage unter Kontrolle zu bringen. Dass die Randalierer auch direkt auf Polizisten losgingen, ist absolut inakzeptabel", erklärt der Innenminister in einer Aussendung.

Der zuständige Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl wird in einem Sicherheitsgipfel mit Vertretern der Stadt Wien die sicherheitspolizeiliche Lage besprechen und gemeinsame Ableitungen aus integrations- und sicherheitspolizeilicher Sicht treffen.  "Ab sofort werden uniformierte Sondereinheiten, aber auch Ermittler in zivil schwerpunktmäßig in Wien – Favoriten Kontrollen durchführen. Es braucht hier ein enges Zusammenspiel von uniformierten und zivilen Einsatzkräften", so Pürstl.

Raab: "Zum wiederholten Mal zeigt sich hier, welche Gefahr von Parallelgesellschaften ausgeht."
Integrationsministerin Susanne Raab (VP)
Integrationsministerin Susanne Raab (VP)HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com

Auch Integrationsministerin Susanna Raab reagierte. "Die Bilder der Silvesternacht aus Favoriten erschüttern zutiefst. Es kann nicht sein, dass Randalierer eine solche Spur der Verwüstung mitten in Wien hinterlassen. Zum wiederholten Mal zeigt sich hier, welche Gefahr von Parallelgesellschaften ausgeht. Ich danke den Polizisten und Polizistinnen für ihren Einsatz und dass sie sich den randalierenden Angreifern trotz deren Gewaltpotenzials entgegengestellt haben, um die Bevölkerung zu schützen", so die VP-Ministerin in einer Aussendung.

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