Neo-Minister Klug befragt jetzt Grundwehrdiener

Bild: Helmut Graf

Kaum im Amt, will der neue Verteidigungsminister Gerald Klug (SP) keine Zeit verlieren. Im "Heute"-Gespräch kündigt er eine große Befragung aller Rekruten und "Heeres-Zeugnisse" an.

Kaum im Amt, will der neue Verteidigungsminister Gerald Klug (SP) keine Zeit verlieren. Im "Heute"-Gespräch kündigt er eine große Befragung aller Rekruten und "Heeres-Zeugnisse" an.

"Ich weiß, wie es ist, wenn man gegen die Zeit läuft", sagt Hobbyläufer Klug. Gut so, denn viel Zeit hat er nicht. Bis Juni will der 44-Jährige mit Experten Vorschläge zur Heeresreform erarbeiten und den Zeitplan dabei strikt einhalten, wie er beim "Heute"-Gespräch in seinem hellen Büro im Verteidigungsministerium bekräftigt.

Schnell ist klar: Der Grazer macht keine halben Sachen, kündigt gleich eine Überraschung an: Er will per Fragebogen alle (!) 11.800 Grundwehrdiener an der Heeresreform teilhaben lassen. Klug: "Wir binden die Rekruten in den Prozess ein. Ich will wissen, wo der Schuh drückt." Noch am Donnerstag erging der Auftrag an die Kommanden, den Rekruten folgende Frage zu stellen: "Welche Ideen haben Sie zur Attraktivierung des Grundwehrdienstes?"

Wehrdienst soll "attraktiver" werden

Fünf Punkte sollen die Rekruten maximal nennen, anonym. Nur in welchem Monat sie sich befinden, soll dabei stehen. Ergebnisse erwartet Klug in zwei Wochen. Zur Reduktion der Leerläufe: "Ziel ist, dass wir Vorkenntnisse ideal einsetzen. Und warum soll es nicht beim Heer weitere Spezialisierung geben? Und darüber einen geeigneten Nachweis vom Bundesheer, etwa mit einem Zeugnis?"

Ziel Klugs ist die Attraktivierung der Wehrpflicht. Er weiß: "Meine Amtszeit wird daran gemessen, ob mir das gelingt oder nicht."

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