NEOS fordern 450 Millionen Euro Soforthilfe für Schulen

Schülerinnen mit Masken im Unterricht
Schülerinnen mit Masken im Unterrichtpicturedesk.com
Um dem "drohenden Bildungsverlust" wegen des Lockdowns entgegenwirken zu können, fordern die NEOS von der Regierung nun ein Soforthilfepaket.

Aufgrund des Corona-Lockdowns und der damit einhergehenden Schulschließung befürchten die NEOS einen "drohenden Bildungsverlust". Um jenem entgegenwirken zu können, wurde nun die Forderung eingebracht, 450 Mio. Euro in Form eines Soforthilfepakets bereitzustellen. NEOS-Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre erklärte der Nachrichtenagentur APA gegenüber, dass in dem Paket zusätzliche Förderstunden, der Ausbau der Sommerschule sowie zusätzliches psychologisches und soziales Personal enthalten sein sollen.

"Die Schülerinnen und Schüler dürfen nicht die Versäumnisse und Entscheidungen der Bundesregierung ausbaden", so Künsberg Sarre.

Auch während der Coronakrise habe jedes einzelne Kind das Recht auf Bildung. Genauso wie für die Wirtschaft, den Tourismus, die Gastronomie oder den Gesundheitsbereich brauche es daher auch für den Bildungssektor rasch durchdachte Maßnahmen. "Doch gerade hier vermisse ich das nötige Engagement dieser Bundesregierung."

Lernstoff in Förderstunden vertiefen

Den NEOS ist es wichtig, besonders für Kinder, die sich bereits vor der Krise schwergetan haben, über den regulären Unterricht hinaus den Lernstoff in Förderstunden vertiefen zu können. Allerdings seien im Budget 2021 keine zusätzlichen Ressourcen vorgesehen - ebenso wenig wie für Schulpsychologen oder für die Sozialarbeit.

Ein Teil des finanziellen Soforthilfepakets soll dem Ausbau der Sommerschule dienen. Angesichts der beiden bisherigen "und womöglich eines dritten Lockdowns" müsse auch die Sommerschule ausgebaut werden. Dabei müsse man sich aber nicht nur auf den Deutschunterricht konzentrieren, sagte Künsberg Sarre.

Förderung für Maturanten

Zusätzliche Hilfe braucht es für die NEOS auch für Maturanten sowie für das Lehrpersonal, das beim Umstieg auf digitale Lehrmethoden unterstützt werden soll. Zudem brauche es ein Budget für einen "Corona-Bildungsfonds" für Bildungs-NGOs, ein Ausbauprogramm für Open-Source-Lernplattformen und erhöhte Lehrstellenförderung für Unternehmen.

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