Haselsteiner über Peter Pilz: "Krankes Hirn"

In der Frage der Parteispenden kritisierte Peter Pilz die Spende von Hans Peter Haselsteiner an die Neos. Der Großindustrielle schlägt zurück.
In einem "Kurier"-Interviewteilte Hans Peter Haselsteiner kräftig gegen "Jetzt"-Mastermind Peter Pilz aus. Dieser kritisierte Haselsteiners Last-Minute-Spende an die Neos. Nur 24 Stunden bevor ein Verbot von Großspenden in Kraft trat, überwies der Industrielle 300.000 Euro an die Partei.

Gegenüber"Heute.at" rechtfertigte sich Haselsteiner vor rund eineinhalb Wochen damit, dass das ein finanzieller Beitrag für den Nationalratswahlkampf sei. Der Beitrag wurde in letzter Minute vom Darlehen in eine Spende umgewandelt.

Im Gespräch mit dem "Kurier" nimmt Haselsteiner auch zu der geäußerten Vermutung, er fordere für seine Finanzspritze eine politische Gegenleistung, Stellung. Er unterstütze seit 25 Jahren die liberale Partei Österreichs – früher trat er als Sponsor des Liberalen Forums auf – und hätte deswegen immer wieder Probleme mit den Großparteien gehabt.

"Deswegen ist die Unterstellung, dass ich wirtschaftliche Vorteile dadurch hatte, absolut absurd und verquer. Das kann nur einem kranken Hirn, wie dem des Peter Pilz einfallen", sagt Haselsteiner in Richtung Jetzt-Gründer Pilz.

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Über "braune Haufen" und eine "tödliche Umarmung"



Eine Regierungsbeteiligung der Neos mit der ÖVP sieht Haselsteiner kritisch. Er halte sie nicht für realistisch, da alles auf eine Neuauflage von Türkis-Blau hindeute. Eine Zusammenarbeit mit der ÖVP berge für Haselsteiner die "Gefahr der tödlichen Umarmung".

Es sei schwierig für Meinl-Reisinger, Kurz Paroli zu bieten. Ansonsten schwärmt Haselsteiner in den höchsten Tönen von der Parteichefin. Sie sei "ein Ausnahmetalent, die Einzige, die es mit Sebastian Kurz aufnehmen kann."

In Richtung von Ex-Kanzler-Kurz spricht er eine Warnung aus. Wenn er in eine erneute Koalition mit den Blauen ginge, dann sei seine Karriere vorbei, sobald nur "ein brauner Haufen", von denen mehrere vor sich hinrotten würden, entdeckt würde. Denn dann könne er nicht noch einmal in Neuwahlen gehen. (mr)

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