NEOS: Kurz' Wasserstoff-Idee ist "Irrsinn"

Die NEOS sehen den Plan der ÖVP, verstärkt auf Wasserstoff setzen zu wollen, kritisch. Eine leere Worthülse sei das, sagen sie.

Im wunderschön grünen Garten der politischen Akademie der Volkspartei erklärten ÖVP-Chef Sebastian Kurz und die Ex-Umweltministerin Elisabeth Köstinger am Montag, wie die ÖVP das Klima schützen will.

Klimaschutz soll als Staatsziel in der Verfassung verankert werden, statt einer nationalen Kohlenstoff-Steuer will die ÖVP Klima-Zölle auf internationaler Ebene einführen.

+++ Lesen Sie hier mehr zum "Klimaschutzpaket der ÖVP" +++

"Verantwortungsloser Irrsinn"

Vor allem aber soll Österreich zur "führenden Wasserstoff-Nation" werden. Mit 500 Millionen Euro soll der Einsatz von Wasserstoff als Treibstoff gefördert werden.





Die ganze Pressekonferenz mit Köstinger und Kurz.

Der Umweltsprecher der NEOS, Michi Bernhard, reagierte auf diese Idee mit scharfer Kritik und bezeichnete sie als "verantwortungslosen Irrsinn". Den Klimawandel mit der Förderung von Wasserstoff bekämpfen zu wollen sei "mehr eine Nebelgranate als eine echte Lösung".

Unsicher und umweltschädlich

Denn: Wasserstoff werde derzeit in erster Linie aus fossilem Erdgas erzeugt, was eine sehr schlechte CO2-Bilanz habe. "Ein versteckter Klimakiller", so Bernhard, "der obendrein unsicher und ineffizient sei."

Die NEOS schlagen stattdessen eine aufkommensneutrale CO2-Steuer vor, um Innovation in der Industrie zu belohnen anstatt sie auf die lange Bank zu schieben.

(csc)

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