"N**er im Tunnel" – Fellner mit Rassismus-Eklat im TV

Wolfgang Fellner (66) steht erneut in der Kritik.
Wolfgang Fellner (66) steht erneut in der Kritik.Georg Hochmuth, Foltin Jindrich/apa/picturedesk ("Heute"-Montage)
Bereits die erste Woche nach seiner Bildschirm-Pause begann mit einer neuen Entgleisung: Wolfgang Fellner äußerte sich Montagabend rassistisch im TV.

Kaum zurück im (fehlenden) Scheinwerferlicht seines Studios, offenbarte "Österreich"-Chef Wolfgang Fellner am Montag die Schattenseiten seiner Gesinnung. Zuseher seines Kanals oe24.tv wurden Ohrenzeugen einer Lichtpanne, die er mit völlig jenseitigen Worten genüsslich kommentierte. 

"Ein N**er im Tunnel"

"Freunde, i hab ka Licht im G'sicht", beklagte sich der Talkshow-Betreiber bei seinen Technikern. Noch ehe seine Angestellten das Malheur korrigieren konnten, erklärte Fellner ihnen: "Ihr müsst diesen einen Scheinwerfer bitte auf mich richten."

Nur Sekunden später der Rassismus-Eklat: "Da ist derzeit kein einziger Scheinwerfer auf mich gerichtet. Das schaut ein bisschen komisch aus, wenn da dazwischen ein N**er im Tunnel sitzt ..."

Wie berichtet, hatte sich der Verleger – nachdem ehemalige Mitarbeiterinnen Belästigungsvorwürfe erhoben hatten – selbst eine Bildschirmpause auferlegt. Diese genoss Fellner, der sämtliche Übergriffe bestreitet und sich durch eine selbst beauftragte Compliance-Analyse entlastet sieht, auf seiner Lieblingsinsel Ibiza. Dort ließ er sich die Sonne auf den Bauch scheinen – und will den auf den Balearen erworbenen Teint offenbar gut in Szene gesetzt wissen.

Folgt nun Karriere-Ende?

Seit der Vorwoche ist Fellner zurück im Studio – und gab sich in einem Interview mit seiner Polit-Insiderin auch geläutert. Der Mann, der Mitarbeiterinnen "Luxusgeisel" nannte und ihnen "Schaust aus wie eine Nutte" ins Gesicht schmetterte, blieb nicht lange ohne neuen Skandal. "Das war es dann Wolfgang Fellner", kommentierten entsetzte User nach der Sendung auf Twitter. Andere spekulierten gar, dass der Senior-Chef nun dauerhaft an den Sohn übergeben wird: "Muas da Niki jetzt wieder olles selber machen?"

SPÖ, Grüne, Neos mit Boykott

Bereits anlässlich Fellners Rückkehr stellten sich viele Polit-Beobachter die Frage, wer sich nach den Belästigungsvorwürfen noch zu dem verbal groben "Österreich"-Chef ins Fernsehstudio setzen wird. Montagabend wurde die Frage beantwortet: Bundesrettungskommandant Gerry Foitik und Christian Mucha standen dem 66-Jährige für einen Studio-Talk zur Verfügung. SPÖ, Grüne, Neos hatten das in der "Kronen Zeitung" davor für ihre Fraktionen ausgeschlossen.

Und Misik? Sagt nichts...

Nicht ohne Grund: Beim "Montagsduell" zwischen Publizist Robert Misik und Ex-FP-Abgeordneten Johannes Hübner kam es zum Rassismus-Eklat. Beide Herren wiesen Fellner nach seinem üblen Satz nicht zurecht. Das verwundert vor allem bei Misik, der gerne auf Twitter die Moralkeule schwingt. Kleinlaut gestand er später ein: "Ehrlich gesagt hab ich es erst nicht mitgekriegt und dann war ich perplex. So ein Dreck geht gar nicht. Punkt."

Übrigens: Fellners Sender lud Dienstagfrüh eine geschnittene Fassung des Duells auf die Homepage. Für seine verletzenden Worte entschuldigt hat sich der Kanalbetreiber bisher nicht...

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