Netanjahu: Hamas wird für Angriffe "hohen Preis zahlen"

Die jüngste Eskalation der Gewalt hat auf beiden Seiten Todesopfer gefordert. Im Bild: Palästinenser tragen ein Verstorbenen
Die jüngste Eskalation der Gewalt hat auf beiden Seiten Todesopfer gefordert. Im Bild: Palästinenser tragen ein VerstorbenenMAHMUD HAMS / AFP / picturedesk.com
Die Spannungen zwischen Israelis und Palästinenser eskalieren: Nach Luft- und Raketenangriffen gibt es Tote auf beiden Seiten.

Militante Palästinenser haben nach Angaben der israelischen Armee aus dem Gazastreifen mehr als 1.000 Raketen auf Israel abgefeuert. Rund 850 Raketen seien abgefangen worden oder in Israel niedergegangen, etwa 200 weitere seien noch im Gazastreifen niedergegangen, sagte Militärsprecher Jonathan Conricus am Mittwochmorgen.

Nach seinen Angaben starben in Israel bislang fünf Menschen durch Raketenbeschuss. Mehr als 200 weitere seien verletzt worden.

Vergeltung und wieder Vergeltung

Die Hamas erklärte wiederum, dass die nächtlichen Raketenangriffe ihre Antwort auf einen israelischen Luftangriff, bei dem zuvor ein Hochhaus im Gazastreifen zerstört worden war, seien. Das zwölfstöckige Haus im Stadtzentrum von Gaza, in dem sich auch mehrere Büros der Hamas befanden, stürzte vollständig ein, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. 

Bei den israelischen Vergeltungsangriffen wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums im Gazastreifen seit Montagabend 35 Palästinenser getötet, unter ihnen zwölf Kinder. Auch hier wurden mehr als 200 Menschen verletzt.

Luftangriffe erst "der Anfang"

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu machte am Dienstagabend klar, dass sein Land keinen Zentimeter nachgeben werde. Die Hamas werde "einen hohen Preis zahlen", so Netanjahu. "Mit Entschlossenheit und Zusammenhalt werden wir die Sicherheit für Israel wiederherstellen".

Die bisherigen Luftangriffe seien erst "der Anfang", fügte Verteidigungsminister Benni Ganz hinzu. Er drohte der Hamas und Dschihadisten, dass sie für "ihre verantwortungslose Entscheidung" bezahlen würden.

Gegenüber der internationalen Staatengemeinschaft rechtfertigte Ganz das Blutvergießen als Verteidigung des eigenen Hoheitsgebietes. Kein Land würde einen Raketenbeschuss ungesühnt über sich ergehen lassen: "Auch wir nicht. Wir haben das Recht zu handeln, und das werden wir machen."

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