Erst vor drei Tagen hatte die Generaldirektorin für die Öffentliche Gesundheit, Katharina Reich, offiziell mitgeteilt, dass der Novavax-Impfstoff "schon sehr bald unser Portfolio" erweitern werde. Eine Zulassung des ersten "Totimpfstoffes" in Österreich würde bevorstehen.
Doch der neue Impfstoff hat bis dato noch immer keine Genehmigung – und das wird sich offenbar auch in den nächsten Tagen nicht ändern. Denn die für diese Woche in Aussicht gestellte Zulassung wird sich laut "Heute"-Infos weiter verzögern. "Die Möglichkeit der Zulassung besteht kommende Woche", erfuhr "Heute" aus der täglichen Sitzung des Krisenstabs.
Ein erster Stich ist dann 14 Tage nach der Zulassung realistisch! Heißt: vor Jahresbeginn 2022 wird es in Österreich kein Jaukerl mit dem "Totimpfstoff" von Novavax geben.
Die gute Nachricht: der Vorrat am Impfstoff (BionTech/Pfizer, Moderna) reicht über den Winter. Insgesamt sind circa 6,3 Millionen Dosen eingelagert (4,5 Mio. Dosen von Pfizer und 1,8 Mio. Dosen von Moderna). Zudem würde die Nachfrage nach der Impfung in Österreich wieder steigen. Derzeit gebe es wieder über 100.000 Impfstiche täglich im 7-Tages-Schnitt.
Besonders angezogen habe laut "Heute"-Infos die Nachfrage bei den 5-11-Jährigen. Erfahrungsgemäß werde der Boom aber wieder abflachen.
Totimpfstoffe
Totimpfstoffe - oder inaktivierte Impfstoffe - enthalten nur abgetötete Krankheitserreger oder auch nur Bestandteile der Erreger, die sich nicht mehr vermehren können. Sie werden vom Körper als fremd erkannt, worauf das Immunsystem mit der Bildung von Antikörpern beginnt, ohne dass die jeweilige Krankheit ausbricht.
Zu den Totimpfstoffen gehören Impfstoffe gegen Diphtherie, Hepatitis B, Kinderlähmung, Keuchhusten und Tetanus.
Lebendimpfstoffe
Lebendimpfstoffe enthalten geringe Mengen vermehrungsfähiger Krankheitserreger, die jedoch so abgeschwächt wurden, dass sie die Erkrankung selbst nicht auslösen. Eventuell mehr krankheitsähnliche Nebenwirkungen.
Zu den Lebendimpfstoffen gehören beispielsweise Impfstoffe gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken.
Wie bei den Impfstoffen von BioNTech/Pfizer, Moderna sowie AstraZeneca werden auch beim "Totimpfstoff" zwei Dosen für die volle Immunisierung notwendig sein – vermutlich im Abstand von 21 Tagen. Der genaue Abstand hängt von der Empfehlung des Nationalen Impfgremiums (NIG) ab.