Mehrere Fälle von mutiertem Corona in Österreich

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Gesundheitsminister Anschober gab neue Details zur Ausbreitung der neuen Virus-Varianten in Österreich bekannt. Fünf Fälle wurden bisher nachgewiesen.

Laut Virologin Elisabeth Puchhammer-Stöckl dürfte die britische Corona-Mutation auch schon in Österreich angekommen sein. : "Es ist anzunehmen, dass es schon in Österreich eingeschleppt wurde", sagte die Virologin in der "ZiB2".

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Wie Gesundheitsminister Rudolf Anschober gemeinsam mit Univ. Prof. Dr. Franz Allerberger (AGES) und Dr. Andreas Bergthaler (CEMM) am Montag bekanntgab, wurden in Österreich bisher vier Infektionen der britischen Variante, sowie eine Infektion mit der südafrikanischen Variante in Österreich nachgewiesen.

Insgesamt fünf Fälle von Mutationen in Österreich gefunden

So war ein Österreicher, der am 21.12. zurück aus Großbritannien gekommen ist und den Test gleich am Flughafen gemacht hat, betroffen. Er zeigte nur milde Symptome. Weiters war eine Zwölfjährige am 18.12 mit der britischen Variante infiziert. Sie war ebenfalls mit ihren Eltern in England. Von der südafrikanischen Variante war ebenfalls eine Urlauberin betroffen. Sie war über 18 Tage lang symptomatisch, aber jetzt wieder wohlauf.

Es gab auch zwei Fälle von einem Geschwisterpaar (neun und zehn Jahre, beide slowakische Staatsbürger). Bislang seien dies die einzigen fünf Fälle, die diesen neuen Mutationen entsprechen.

Infektionen bei Tests am Flughafen nachgewiesen

Alle Infektionen wurden bei Tests am Flughafen gefunden. "Das Contact-Tracing hat in allen Fällen gut funktioniert", so Allerberger. Die zwölfjährige Tochter war gemeinsam mit ihrer Schwester und ihrer Mutter in Quarantäne und beide wurden negativ getestet. Die beiden slowakischen Kinder sind zurück in die Slowakei.

Mit der beginnenden Impfung gebe es eine Perspektive, aber die kommenden Monate werden schwierig werden, erklärt Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne). Nach Aufkommen der britische Mutation hat Österreich mit einem Landeverbot für Flugzeuge aus Großbritannien reagiert. Auch die Untersuchungen wurden in Österreich intensiviert. In 32 (davon 15 aus Europa) Staaten wurde die Variante bereits nachgewiesen.

Coronavirus mutiert alle zwei Wochen

Die neue Variante aus Großbritannien ist um einiges infektiöser als die bisherige Form. Man werde die Sequenzierungsmaßnahmen in Österreich weiter intensivieren, sagt Anschober. 1.800 Sequenzierungen gab es im vergangen Jahr im Land.

Wie Andreas Bergthaler vom Research Center for Molecular Medicine of the Austrian Academy of Sciences (Cemm) erklärte, würde alle zwei Wochen eine neue Mutation des Coronavirus entstehen. Seit der Ursprungssequenz aus Wuhan sei das Virus schon 20-25 Mal mutiert. Dies sei nichts ungewöhnliches. Es gebe auch keine veränderten Krankheitsverläufe durch diese neuen Varianten. Die Varianten seien in Österreich angekommen, aber wahrscheinlich noch nicht weit verbreitet, meint Bergthaler.

Impfung soll vor Mutation schützen

Die Virologin Elisabeth Puchhammer-Stöckl geht davon aus, dass mittlerweile kaum ein Land frei von der britischen Mutation sei. Man könne sich aber vor einer Infektion mit der neuen Corona-Variante weiterhin mit Abstand halten und mit dem Tragen einer Maske schützen. Auch die Impfung soll vor der Mutation schützen.

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