In der neuesten Prognose der Corona-Experten wird nach wie vor ein Rückgang der Infektionszahlen erwartet, allerdings mit verringerter Geschwindigkeit. "Mittelfristig" aber rechnen die Forscher mit einem Ende des Fallzahlenrückgangs. Die Infektionen dürften ein konstantes, aber nicht so niedriges Niveau wie in den vergangenen beiden Sommern erreichen.
Für den kommenden Mittwoch werden zwischen 4.532 und 7.461 Neuinfektionen binnen 24 Stunden prognostiziert. Die 7-Tage-Inzidenz sollte im Bereich von 350 bis 580 Fällen je 100.000 Einwohner zu liegen kommen. Die geringste Inzidenz wird in der Steiermark (250 bis 400) und die höchste Inzidenz im Burgenland (480 bis 790) erwartet.
"Die Fallentwicklung ist nach wie vor rückläufig, wobei sich die Geschwindigkeit des Rückgangs weiterhin leicht verringert hat. Die Prognose geht von einem allmählichen Übergang in eine konstante Fallentwicklung aus", heißt es in dem Dokument der Experten der Technischen Universität Wien, MedUni Wien und der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG).
Faktoren dafür sind die dämpfend wirkenden saisonalen Effekte sowie die fortschreitende Abnahme des erworbenen Immunschutzes. Darüber hinaus hätten die erfolgten Lockerungen vom 16. April mittlerweile vollständig ihre Wirkung entfaltet. "Aufgrund dieser Entwicklungen wird der Fallzahlenrückgang mittelfristig enden. Es ist daher nicht davon auszugehen, dass die Infektionszahlen auf die Niveaus der Sommer 2020 und 2021 sinken werden", heißt es weiter.