Neue Delta-Plus-Variante bereits in Österreich

Die Corona-Zahlen in Österreich steigen weiter.
Die Corona-Zahlen in Österreich steigen weiter.ALEX HALADA / picturedesk.com (Symbolbild)
Die hochansteckende neue Delta-Variante des Coronavirus breitet sich immer weiter aus – mittlerweile ist die Mutation auch in Österreich angekommen.

Die neue Delta-Variante des Coronavirus – Delta-Plus genannt – ist weiter auf dem Vormarsch. Laut Experten ist Delta-Plus etwa in Großbritannien bereits für gut zehn Prozent der Neuinfektionen im Land verantwortlich. Die Vermutung, dass diese Unter-Variante von Delta ansteckender sein könnte, wurde nun sogar von der Weltgesundheitsorganisation WHO bestätigt.

Und wie unter anderem das Ö1-Frühjournal am Freitag berichtet, wurden sind auch schon erste Fälle in Österreich nachgewiesen worden. Mehr als 30 Fälle der Delta-Plus-Variante "AY.4.2." des Coronavirus konnten in der Alpenrepublik bereits festgestellt werden.

Forschern zufolge dürfte diese Mutation um zehn bis 15 Prozent ansteckender sein, als die ursprüngliche Delta-Variante, heißt es in dem Bericht. Ulrich Elling, Gruppenleiter am IMBA (Institut für Molekulare Biotechnologie) der Akademie der Wissenschaften rechnet bereits jetzt mit einem Anstieg der Zahlen.

Wintereffekt und niedrige Durchimpfsrate

"In Europa sind es insgesamt etwa 1.000 Fälle, aber auch hier zeichnet sich ab, dass es zu einer Zunahme kommt", erklärt Elling im Frühjournal. Und Experte erklärt weiter: "Das heißt, es ist das erste Mal, dass wir eine Variante sehen, die scheinbar Delta verdrängt."

Ob die neue Delta-Variante des Coronavirus auch zu einer schweren Covid-Erkrankung führe, sei aktuell aber noch nicht klar, so Elling. Für die aktuell steigenden Corona-Zahlen sei neben dem Wintereffekt auch die niedrige Durchimpfsrate in Österreich verantwortlich.

In den vergangenen beiden Tagen waren stets deutlich mehr als 3.000 Neuinfektionen an nur einem Tag registriert worden – 3.727 Corona-Fälle am Mittwoch und 3.648 am Donnerstag. Die Durchimpfungsrate liegt aktuell (Stand 20. Oktober) bei 62,02 Prozent.

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