Neue Fake-SMS-Welle zum Lieferstatus von Paketen

Warnung vor Fake-SMS zum Lieferstatus von Paketsendungen.
Warnung vor Fake-SMS zum Lieferstatus von Paketsendungen.istock/ Symbolbild
Die Meldestelle Rufnummernmissbrauch erhält jeden Tag mehr als 200 Meldungen zur Fake-SMS. Man darf den Link "auf keinen Fall" anklicken

"Seit Kurzem verzeichnet unsere Meldestelle für Rufnummernmissbrauch einen drastischen Anstieg bei Beschwerden zu Fake-SMS, die die bevorstehende Lieferung eines Paketes vortäuschen. Ignorieren Sie diese SMS! Klicken Sie auf keinen Fall auf den enthaltenen Link!", warnt Klaus Steinmaurer, Geschäftsführer der RTR für den Fachbereich Telekommunikation und Post und erklärt: "Die dubiosen Paket-Benachrichtigungen enthalten zumeist einen Link als Lockmittel, die eine bösartige App auf die Handys schleusen."

Paket-Fake-SMS

Seit Anfang September sind bei der Meldestelle für Rufnummernmissbrauch innerhalb weniger Tage 1.900 Beschwerden registriert worden, über 1400 betrafen 'Paket-Fake-SMS'. "Ende Mai verzeichneten wir den ersten Peak zu 'Paket-Fake-SMS', seither sind die Beschwerden dazu dahingetümpelt. Jetzt bekommen wir täglich zwischen 200 und 300 Meldungen dazu, von Donnerstag auf Freitag waren es sogar 600", informiert Steinmaurer.

Klickt man den im SMS mitgeschickten Link an, wird man aufgefordert, die App "Flubot" zu installieren. Diese liest den Großteil oder sogar alle auf dem Handy gespeicherten Daten aus. Unter Umständen werden auch Bankdaten ausspioniert. Weiters werden vom infizierten Handy massenhaft SMS ins Ausland und ins Inland versendet, um den Link weiterzuverbreiten. Das kann wiederum dazu führen, dass die Handyrechnung explodiert.

Ist die App einmal installiert, kann sie nur schwer entfernt werden. Deinstallationsversuche ziehen oftmals einen Absturz der App-Verwaltung nach sich.

Fake-SMS melden

"Betroffene Nutzerinnen und Nutzer, die die bösartige App installiert haben, sollen sich unverzüglich an ihren Mobilfunkbetreiber wenden und das Smartphone abschalten, bis weitere Maßnahmen geklärt sind", empfiehlt Steinmaurer und ergänzt: "Von den drei großen Mobilfunkbetreibern ist uns bekannt, dass sie auf ihren Websites umfassende Informationen zur Verfügung stellen."

Absenderkennungen von SMS und Rufnummern, die missbräuchlich verwendet werden, können unter rufnummernmissbrauch.at bekannt gegeben werden. Damit können wir betrügerische Aktivitäten, die gehäuft auftreten, rasch erkennen und die Bevölkerung informieren.

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