Bye-bye Gasheizung

Neue Förderung zahlt Heizungstausch bis zu 100 Prozent

Das Klimaministerium will für den Austausch von Heizungen mehr Geld zuschießen. Bei geringem Einkommen sollen neue Heizungen komplett gezahlt werden.

David Winter
Neue Förderung zahlt Heizungstausch bis zu 100 Prozent
Die klassischen Gas und Öl betriebene Heizungen sollen schon bald der Vergangenheit angehören.
Getty Images/iStockphoto

Noch heizen in Österreich 1,5 Millionen Haushalte mit Gas- und Ölheizungen. Diese alten Heizungen sollen nun ersetzt werden – zum Wohle des Klimaschutzes. Um den Menschen die Umrüstung zu erleichtern, will das Klimaministerium 2024 seine Förderungen ausbauen.

Das Gewessler-Ministerium plant einen 1,25 Milliarden Euro starken Fördertopf. Aus diesem sollen im kommenden Jahr möglichst viele fossile Heizungen ersetzt werden, so der Plan. Neu ist das Förderpaket nicht, allerdings soll es laut dem Ministerium nun "massiv" erhöht werden.

"Klimafreundliche Heizung immer die beste Wahl"

Beim Heizungstausch in Bestandsgebäuden sollen durch Bundes- und Landesförderung zukünftig im Schnitt 75 Prozent der Kosten übernommen werden. Menschen mit geringem Einkommen bekämen 100 Prozent der neuen Heizung finanziert, heißt es. "Mit den neuen Förderungen wird der Heizungstausch so attraktiv wie nie zuvor," erklärt Klimaministerin Leonore Gewessler. Sie sei überzeugt, dass nun viele Menschen umrüsten würden. "Eine klimafreundliche Heizung ist immer die beste Wahl", betont die Grüne Ministerin.

Je höher die Investitionskosten, desto höher die Förderung

Bislang gab es eine Pauschale in Höhe von 7.500 Euro und für den Tausch von Gasheizungen noch 2.000 Euro "Raus aus Gas"-Bonus. Die Pauschale soll nun Geschichte sein. Ab Jänner soll sich die Höhe der Förderungen nach der Heizungsform richten. Je höher die Investitionskosten für ein klimafreundliches Heizsystem, desto mehr Förderung, lautet der Plan. Neben Ein- und Zweifamilienhäusern sollen auch Reihenhäuser und mehrgeschossige Wohnhäuser gefördert werden.

Diese Förderpauschalen winken für Ein- und Zweifamilienhäuser:

  • Anschluss an die Nah- oder Fernwärme: 15.000 Euro
  • Pelletszentralheizung oder Hackgutheizung: 18.000 Euro
  • Scheitholz-Zentralheizung: 16.000 Euro
  • Luft-Wasser-Wärmepumpe: 16.000 Euro
  • Wasser-Wasser- oder Sole-Wasser-Wärmepumpe: 23.000 Euro

Je nach Heizung und Leistung der Anlage soll es nach Vorschlag des Klimaschutzministeriums bis zu 45.000 Euro Basisförderung vom Bund geben, statt bisher maximal 15.000 Euro. Weitere Unterstützungen winken etwa für die Umstellung von Gas- auf Elektroherde.

So viel Förderung erhalten Menschen mit geringem Einkommen:

Die Förderung für Menschen mit geringem Einkommen soll ebenfalls ausgeweitet werden. Künftig soll das das untere Einkommensdrittel maximal einhundert Prozent der neuen Heizung bezahlt bekommen. Einpersonenhaushalten würden nach dem Plan bis zu einem Monatseinkommen von netto 1.904 Euro (zwölf Mal) unterstützt. Die Einkommensgrenze für eine Familie mit zwei Kindern beträgt netto 3.998 Euro.

Noch nicht fix

Fix ist das Vorhaben noch nicht ganz. Die konkreten Förderdetails werden derzeit ausgearbeitet und sollen am 12. Dezember von der Umweltkommission beschlossen werden, damit sie pünktlich im neuen Jahr in Kraft treten können.

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