Neue Impfidee! Wartende sollen Spritze bei AMS bekommen

Gerry Foitik, Bundesrettungskommandant des Roten Kreuzes, in der ORF-"ZiB 2".
Gerry Foitik, Bundesrettungskommandant des Roten Kreuzes, in der ORF-"ZiB 2".Screenshot ORF
Während die Bundesregierung eine Impfpflicht für Berufsgruppen sinnvoll findet, wartet ein Experte mit ganz neuen Vorschlägen auf.

"Definitiv nicht" werde es eine generelle Impfpflicht in Österreich geben und bei Impfpflichten für Berufsgruppen würden dies bisher die Bundesländer entscheiden, ließ Bundeskanzler Sebastian Kurz am Mittwoch wissen. Etwas anders sah dies Gerry Foitik, Bundesrettungskommandant des Roten Kreuzes, am Mittwochabend in der ORF-"ZiB 2". Er könne nichts mit den unterschiedlichen Regeln in den Bundesländern anfangen, ließ der Gesundheitsexperte wissen.

Wichtig wäre, dass es österreichweit einheitliche Impfregeln gebe, so Foitik, damit sich jeder Angehörige eine Berufsgruppe auskenne, ob er sich impfen lassen müsse oder nicht. Der Vorteil: keiner könne sich beklagen, dass Berufskollegen in anderen Bundesländern eben keine Pflicht zur Spritze hätten. Der Nachteil: Impfgegner würde man damit moch mehr Angriffsfläche bieten und sie könnten sich "womöglich radikalisieren", so Foitik.

"Das Leben besteht nicht nur aus Zuhause sitzen und Angst haben"

Der Bundesrettungskommandant wollte in erster Linie aber gar keine Impfpflicht, sondern mehr Information und Aufklärung für Skeptiker. Sie sollten im Freundeskreis, in der Familie und auch am Arbeitsplatz aufgeklärt und zur Impfung motiviert werden. "Viele Menschen, die einen raschen Impfschutz wollten, sind schon geimpft. Jene Menschen, denen das nicht so wichtig ist, die sind halt zögerlicher", so Foitik. Neben Information brauche es deswegen auch ein niederschwelliges Angebot.

Foitik schweben dabei nicht nur ein Impfen am Arbeitsplatz, sondern auch "kreativere Lösungen" vor, neben Spritzen bei der Freiwilligen Feuerwehr, bei Events und Veranstaltungen etwa auch am Bahnhof. Passagiere könnten sich da quasi die Impfung abholen, während sie auf den Zug warten. Oder: Man könne beim Arbeitsmarktservice ein Impfangebot einführen, dass Wartende in einem Nebenraum gleich die Corona-Spritze bekommen könnten, so der Bundesrettungskommandant.

Verständnis zeigte Foitik für Feiernde, auch wenn es wie nach einem Festival in Kroatien einen Corona-Ausbruch bei Dutzenden Gästen gebe. Wichtig sei, dass es Sicherheitsvorschriften gebe und dass sich die Teilnehmer im Nachhinein PCR-testen ließen, um Infektionsketten zu durchbrechen. Aber, auch das sagte Foitik: "Das Leben besteht nicht nur aus Zuhause sitzen und Angst haben."

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