"Bis zu 30 Zentimeter Schnee"

Neue Karte zeigt, wo Österreich jetzt weiß wird

Die nächste Kaltfront zieht am Donnerstag über weite Teile Österreichs – und bringt von Vorarlberg bis Salzburg Schnee, Regen und eiskalte Luft.
André Wilding
20.11.2025, 21:30
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Eine Kaltfront hat zu Wochenbeginn den Alpenraum erreicht und in höheren Lagen für etwas Schnee gesorgt. Am Donnerstag erfasst eine weitere Kaltfront den Westen Österreichs und führt noch etwas kältere Luftmassen polaren Ursprungs ins Land. Von Vorarlberg bis Salzburg fällt zeitweise Schnee, während sich in den tiefsten Lagen, etwa im Rheintal, Regen dazumischt. Nach einer kurzen Wetterberuhigung steuert in der Nacht auf Freitag ein sich entwickelndes Tief über dem Mittelmeer neuerlich feuchte Luft in den Alpenraum, sodass der Schneefall in den Alpen erneut zunimmt.

Auf den Bergen 30 cm Schnee

In Summe sind am Donnerstag und Freitag laut UBIMET-Experte Nikolas Zimmermann in Tallagen "oberhalb von etwa 700 bis 900 Meter rund 10 bis 20 Zentimeter Schnee zu erwarten, auf den Bergen am Alpenhauptkamm auch bis zu 30 Zentimeter". Im Flachland fallen nur vorübergehend ein paar Schneeflocken bzw. im Südosten fällt zeitweise auch Regen. Im äußersten Norden des Landes bleibt es größtenteils trocken. Vom Donauraum nordwärts sowie von Unterkärnten bis ins Burgenland ist entsprechend noch keine geschlossene Schneedecke zu erwarten. Am Wochenende stellt sich großteils trockenes, aber kaltes Winterwetter ein.

Am Donnerstag sowie in der Nacht auf Freitag fällt zeitweise etwas Schnee (in blau dargestellt). Die Schneefallgrenze pendelt zwischen tiefen Lagen und etwa 700 m im Südosten.
uwz.at

Österreich bereitet sich vor

Im Bergland hat die Wintersaison bereits begonnen und in diesen Tagen starten vielerorts auch in den Niederungen die Winterdienste durch. Unsere Meteorologen stehen dazu in engem Austausch, unter anderem mit den Winterdiensten von ASFINAG und ÖBB. Seit mittlerweile 20 Jahren erstellen wir Warnungen sowie Neuschneeprognosen für sämtliche Bahnhöfe Österreichs.

Gerade in den Alpen sind die Prognosen anspruchsvoll: Die Bahnhöfe und Verkehrsadern liegen zwischen 130 Metern Seehöhe im Burgenland und über 1.300 Metern in den Alpen, sodass zahlreiche Lokaleffekte berücksichtigt werden müssen. Viele Bahnstrecken verlaufen zudem durch bewaldete Abschnitte oder entlang steiler Bergflanken – etwa die Arlbergbahn, die Karwendelbahn oder die Tauernbahn. Präzise Wettervorhersagen sind hier besonders wichtig, um sich frühzeitig auf Naturgefahren wie starken Schneefall, erhöhte Lawinengefahr oder Sturmschäden vorbereiten zu können.

Die Temperaturen liegen in der kommenden Woche unter dem jahreszeitlichen Schnitt.
ECMWF

Frühwinterliches Wetter setzt sich fort

Die Großwetterlage in Europa ist bis auf Weiteres recht festgefahren. Die Modelle deuten in den kommenden Wochen auf rege Tiefdrucktätigkeit und unterdurchschnittliche Temperaturen in Mitteleuropa hin. Nach derzeitigem Stand setzt sich dieses Muster mit nur vorübergehenden Unterbrechungen bis zum Monatsende fort, sodass auch in den Niederungen Chancen auf Schneefall bestehen.

Die Prognose im Detail

Am Freitag geht es häufig bedeckt, entlang und nördlich der Donau aber von ein paar Flocken abgesehen meist trocken durch den Tag. Im Alpenvorland und in den Alpen selbst schneit es dagegen zeitweise leicht. Bei mäßigem, im östlichen Flachland lebhaftem und eisigem Nordwestwind werden maximal -2 bis +3 Grad erreicht.

Der Samstag bringt zunächst noch verbreitet dichte Wolken, es ist aber schon trocken. Im weiteren Verlauf kann sich dann bei zunehmendem Hochdruckeinfluss besonders im Wald- und Mostviertel immer häufiger die Sonne in Szene setzen. Nach Osten zu bleiben die Wolken dagegen auch am Nachmittag hartnäckig. Bei nach wie vor mäßigem bis lebhaftem Nordwestwind liegen die Höchstwerte nur noch zwischen -2 und +3 Grad.

Am Sonntag halten sich in der Früh noch verbreitet dichte Wolken, dazu fällt v.a. östlich von Wien etwas Schnee. Bis zum Nachmittag trocknet es aber ab und von Westen her setzt sich immer häufiger die Sonne durch. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Nordwest, dazu liegen die Höchstwerte zwischen -3 und +2 Grad.

{title && {title} } wil, {title && {title} } Akt. 20.11.2025, 21:34, 20.11.2025, 21:30
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