Neue Kombi, Klassiker fehlt: Revolution im Ski-Weltcup

FIS-Präsident Johan Eliasch will den Weltcup so richtig umkrempeln.
FIS-Präsident Johan Eliasch will den Weltcup so richtig umkrempeln.Gepa
Wann wird wo im Ski-Weltcup gefahren? Auch Mitte April gibt es darauf noch keine Antwort. Der Kalender der FIS lässt weiter auf sich warten. 

Das hat auch einen Grund: FIS-Präsident Johan Eliasch will das Erscheinungsbild des Weltcups komplett umkrempeln. Es gibt deshalb noch die eine oder andere Baustelle, wie der "Blick" berichtet. Und ein Klassiker soll jedenfalls ganz gestrichen werden. 

Unbestritten ist der Gletscher-Auftakt mit einem Riesentorlauf-Doppel in Sölden (24./25. Oktober). Eine Woche später soll dann die mit Spannung erwartete Premiere der Zwei-Länder-Abfahrt auf dem Matterhorn erfolgen. Die Männer fahren am 29. und 30. Oktober eine Doppel-Abfahrt auf der längsten Strecke des Weltcups, die Frauen eine Woche später.  

Zweimal nach Übersee

Die zuletzt diskutierte Problematik bei TV-Übertragungen der US-Rennen in Lake Louise, Killington und Beaver Creek wurde nicht gelöst. Die Ski-Bewerbe laufen zeitgleich mit der Fußball-WM in Katar, die Rennen werden deshalb wohl nicht live im TV zu sehen sein. 

Einige Traditionsorte im Weltcup wurden derweil aber gestrichen. Vor allem die klassische Herren-Abfahrt auf der Kandahar-Strecke von Garmisch-Partenkirchen. Dafür wird das Ziel des FIS-Präsidenten, den Weltcup internationaler zu gestalten, weiter forciert. Ende Februar jettet der Skizirkus deshalb noch einmal in die USA. Die Männer fahren in Palisades Tahoe, während die Frauen in Aspen Station machen. Ein Comeback auf der Olympia-Strecke in Peking wird es - vorerst - nicht geben. 

In Österreich wird neben Sölden und Lech bei den Männern traditionell in Kitzbühel und Schladming gefahren, bei den Damen macht der Weltcup-Zirkus am Semmering, in St. Anton und Flachau Station.

Neue Kombination

Komplett neu erfunden wird derweil die Kombination. Eine Abfahrt mit einem Slalom zusammenzuzählen, das ist Geschichte. Nun soll es Speed- und Technik-Kombinationen geben, einerseits Abfahrt und Super-G sowie andererseits Riesentorlauf und Slalom addiert werden. Es soll für Männer und Frauen je fünf Speed- und Technik-Kombinationen geben. Keine Zukunft haben hingegen die Parallel-Bewerbe. Einzig in Lech wird ein einziger Parallel-Bewerb für Damen und Herren ausgetragen - wie bereits in der abgelaufenen Saison.

Auch die eigentlich angepeilte Gleichheit aller Disziplinen wird es nicht geben. Dem Entwurf zufolge sind 13 Abfahrten, acht Super-Gs und je zehn Riesentorläufe und Slaloms für Damen und Herren vorgesehen. 

Beschlossen ist dies allerdings noch nicht. Denn die FIS ringt weiter um den Weltcup-Kalender. Und eine Einigung verzögert sich...

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