COVID-19: Run in USA auf Nasen-OPs wegen Zoom-Meetings

Brust-OPs waren 2019 in den USA noch Nummer 1. 2020 haben Gesichtsoperationen ihr den Rang abgelaufen. Grund: Zoom-Meetings!
Brust-OPs waren 2019 in den USA noch Nummer 1. 2020 haben Gesichtsoperationen ihr den Rang abgelaufen. Grund: Zoom-Meetings!iStock
Die "Kollateralschäden" durch die COVID-Krise können vielfältiger nicht sein. Wer einen monatelangen Zoom-Marathon hinter sich hat, sollte aufpassen.

Das "Facial Plastic Surgery & Aesthetic Medicine Journal" (USA) berichtet über eine neue Form einer psychischen Störung. Diese wird "Zoom Dysmorphia" genannt. Körperdismorphie ist bereits bekannt und verursacht bei Erkrankten das Aussehen ihres Körpers ständig optimieren zu wollen und dieses in den Mittelpunkt zu stellen. Jetzt tritt es auch bei jenen auf, die vorher nicht gefährdet waren, denn Videokonferenzen können fatale Folgen haben. 

Durch Arbeit: Gezwungen ins eigene Spiegelbild zu starren

Wer sich täglich mehrere Stunden in einem Monitor bei Online-Meetings betrachtet, hat sich wohl noch nie in seinem Leben zuvor so lange angesehen. Dieses "Spiegelbild" erzeugt bei vielen ein (zwangsweise) Auseinandersetzen mit dem eigenen Gesicht. Und dieses kann zunehmend als "hässlich" empfunden werden. 

Der Grund dahinter ist die Kamera

Webcams haben eine gekrümmte Linse, ein sogenanntes Weitwinkelobjektiv, das die Nase breiter und das Gesicht runder wirken lässt. Und diese - im wahrsten Sinne des Wortes - verzerrte Selbstwahrnehmung führt zu einem Run auf Beauty-Docs. Alleine in den USA wurde ein Zuwachs von 71 Prozent an OPs und minimalinvasiven Eingriffen (Botox und Filler) seit Oktober 2020 verzeichnet. Dies ist allerdings nicht nur auf die neue "Zoom Dysmorphy" zurückzuführen, sondern auch, dass OP-Folgen (wie blaue Flecken) in der Öffentlichkeit leicht hinter einer Maske verborgen werden können. 

Verlagerung von Körper auf Gesicht

Waren 2019 noch Brust-Operationen und Fettabsaugungen die Nummer 1 in den USA, haben Gesichts-Operationen ihr 2020 den Rang abgelaufen. Dies berichtet der ehemalige Vorstand der "American Society of Plastic Surgeons", Alan Matarasso. Wurden bei College-Studentinnen früher die Sommermonate, also Ferien, genutzt um sich von einer Brust-OP zu erholen, ist es jetzt die Zeit des Lockdowns in der man sowieso nicht das Haus verlassen darf. 

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