Neue Lunge rettete Corona-Patientin (45) im AKH vor Tod

Sabines Lunge mit Covid-19 (l.); ihre neue Lunge (r.)
Sabines Lunge mit Covid-19 (l.); ihre neue Lunge (r.)AKH Wien
Drei Monate lang kämpfte Sabine V. nach einer Covid-19 Erkrankung ums Überleben. Nur durch eine neue Lunge entkam die 45-jährige Kärntnerin dem Tod.

März 2020: Die Tochter von Sabine V. hat Halsschmerzen, die Kärntnerin selbst einen Reizhusten. Die Familie ruft 1450 an, wird getestet. Das Ergebnis: Sabines Tochter ist negativ, die 45-Jährige selbst positiv. "Ich habe zuerst leichtes Fieber bekommen, in der Nacht war es dann extrem. Am nächsten Tag wurde ich ins Klinikum Klagenfurt eingeliefert", schildert die Kärntnerin gegenüber der "Kleinen Zeitung".

Von da an kann sich Sabine V. an nichts mehr erinnern. "Ich bin am 22. März daheim selbst noch ins Rettungsauto gestiegen, aufgewacht bin ich in Wien. Das war Anfang Juni." Wenige Tage nach der Erkrankung verschlechterte sich Sabines Zustand drastisch. Sie musste ins Koma versetzt werden. Drei Monate lang tobte in ihr ein Kampf gegen das Virus.

Lebensrettende Transplantation

"Sie haben in Klagenfurt alles versucht, aber keine Therapie hat angeschlagen", schildert Ehemann Daniel. Die Kärntnerin wurde schließlich Anfang Mai ins AKH Wien verlegt. Nur eine Lungentransplantation, damals die erste an einer Corona-Erkrankten in Europa, konnte ihr das Leben retten. Nach der OP musste Sabine V. alles neu erlernen. Sie konnte nicht mehr sprechen, gehen oder sitzen. "Meine Muskeln waren komplett schlaff." Am 15. November durfte die 45-Jährige, nach mehr als 230 Tagen in Krankenhäusern und auf Reha, genesen nach Hause.

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