Neue Polit-Umfrage zeigt hochexplosives Ergebnis

Werner Kogler (Grüne) und Sebastian Kurz (ÖVP): Vizekanzler und Kanzler büßen massiv Unterstützung ein.
Werner Kogler (Grüne) und Sebastian Kurz (ÖVP): Vizekanzler und Kanzler büßen massiv Unterstützung ein.picturedesk.com/APA/Herbert Neubauer
Eine neue Polit-Umfrage zeigt einen Umsturz in Österreich. Die Regierung verliert massiv an Rückhalt, auch der Kanzler stürzt bei Unterstützung ab.

Es kann als Polit-Bombe bezeichnet werden: Die Regierungsparteien ÖVP und Grüne stürzen bei der Frage, wen man am Sonntag wählen würde, stünde eine Nationalratswahl an, massiv ab. Die ÖVP fährt in der "Kurier"-Umfrage unter 800 Personen ein Minus von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr ein und befindet sich nun bei 35 Prozent. Die Grünen verlieren ebenso und landen von ehemals 18 auf nun nur mehr 11 Prozent.

Spannend: Zusammen kämen die Regierungsparteien nun nicht mehr über 50 Prozent der Stimmen, so die Umfrage. Massiv aufgeholt hat die Opposition: Die SPÖ schießt von 16 auf aktuell 24 Prozent der Stimmen, die FPÖ klettert von 12 auf 17 Prozent und die NEOS steigen von 7 auf 10 Prozent. Ein ähnliches Bild zeigt sich beim "Kurier" übrigens auch in der Kanzlerfrage, in der ÖVP-Kanzler Sebastian Kurz aber trotzdem weiter die unangefochtene Nummer 1 stellt.

Vizekanzler hinter allen anderen

42 Prozent würden, wäre es möglich, am Sonntag Sebastian Kurz zum Kanzler wählen. Allerdings: Vor einem Jahr betrug der Wert noch 59 Prozent. Überraschend büßt der Grünen-Vizekanzler Werner Kogler im Gegensatz zu seiner Partei weniger Zustimmung ein: Er fällt von 10 auf 9 Prozent. Wieder kann die SPÖ am meisten aus dem Absturz herausholen: Pamela Rendi-Wagner steigt von 14 auf 22 Prozent, FPÖ-Chef Norbert Hofer von 11 auf 16 und NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger von 6 auf 11 Prozent. Dramatisch: Kogler liegt damit hinter allen anderen abgefragten Kandidaten.

Auch die türkis-grüne Koalition ist nicht mehr die Nummer 1 beim Wählerwunsch: Sie (32 Prozent) liegt nur mehr knapp hinter einer rot-grün-pinken, also einer Regierung ohne die ÖVP (33 Prozent). Für eine türkis-rote Beziehung sprechen sich 22 Prozent der Befragten aus, für die einzige Koalition mit FPÖ-Beteiligung, nämlich türkis-blau, nur noch 13 Prozent. 

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