Enorme Pannenserie

Neue Probleme – Flug-Riese Boeing jetzt unter Druck

Der US-Flugzeugbauer Boeing gerät nicht aus den Schlagzeilen. Nach starken Sicherheitsmängeln soll es auch bei Sauerstoffmasken Probleme geben.

Newsdesk Heute
Neue Probleme – Flug-Riese Boeing jetzt unter Druck
Ein Boeing 787 Dreamliner in Werkslackierung. Seit Monaten sorgen Sicherheitslücken für negative Schlagzeilen.
Getty Images

Der US-Flugzeugbauer Boeing kommt nicht aus der Krise. Am Montag wurde bekannt, dass Boeing sich schuldig bekennt, die US-Regierung betrogen zu haben, um einem Gerichtsprozess um zwei Abstürze von Maschinen des Typs 737 Max mit Todesfolge zu entgehen – "Heute" berichtete.

Das geht aus einem Dokument des US-Justizministeriums für das zuständige Bundesgericht in Texas hervor. Die Folgen sind eine neue Millionenstrafe sowie ein Aufpasser der Regierung für den US-Flugzeugbauer.

Probleme mit Sauerstoffmasken

Nun gibt es neue Probleme. Die US-Flugaufsichtsbehörde FAA hat Inspektionen in mehr als 2600 Boeing-737-Maschinen wegen möglicher Probleme mit der Sauerstoffversorgung im Notfall angeordnet. Die Fluggesellschaften müssen innerhalb von 120 bis 150 Tagen überprüfen, ob sich die Sauerstoffgeneratoren, die über Schläuche mit den Sauerstoffmasken verbunden sind, an den korrekten Stellen befinden, wie die FAA am Montag mitteilte.

Die Behörde ist demnach besorgt, dass die Sauerstoffmasken im Notfall nicht funktionieren könnten. Laut der FAA wurden die Inspektionen zu den möglichen Sauerstoffproblemen in 2612 in den USA registrierten Maschinen der Typen 737-8, -9, -8200, -700, -800 und -900ER vorgeschrieben. Betroffen sind also Modelle sowohl älterer als auch neuer Generationen.

Pannenserie dauert an

Seit Jahresbeginn hatten mehrere technische Pannen bei Boeing-Maschinen für Verunsicherung gesorgt. Zur Erinnerung: Im Jänner brach bei einer fast neuen Boeing 737 Max 9 der Alaska Airlines während des Flugs ein Teil der Kabinenwand heraus, die Maschine musste notlanden. Bei größerer Flughöhe hätten Passagiere aus der Maschine gesaugt werden können. Die Fluglinie hat die Unglücksmaschine an Boeing zurückgegeben.

Die FAA begrenzte daraufhin die Produktion der 737 Max auf 38 pro Monat und damit auf das Niveau von 2023. Neben den technischen Pannen stieg der Druck auf Boeing in den vergangenen Monaten auch durch Berichte von mehreren Informanten über Mängel in der Produktion sowie Qualitätskontrolle.

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    Auf den Punkt gebracht

    • Boeing gerät weiter unter Druck, nachdem der Flugzeugbauer sich schuldig bekennt, die US-Regierung betrogen zu haben, um einem Gerichtsprozess um zwei Abstürze von Maschinen des Typs 737 Max mit Todesfolge zu entgehen
    • Zusätzlich zu einer neuen Millionenstrafe und einem Aufpasser der Regierung drohen dem Unternehmen weitere Probleme mit Inspektionen in mehr als 2600 Boeing-737-Maschinen wegen möglicher Probleme mit der Sauerstoffversorgung im Notfall
    red
    Akt.