"Wir machen Schluss mit einigen Vorschriften, die bisher manche Sanierungen unmöglich gemacht haben. Damit gilt in Zukunft auf den Bauämtern: Der Hausverstand gewinnt, überbordende Auflagen werden reduziert. Die neue Umbauordnung macht es Häuslbauern, Sanierern und Unternehmen in Niederösterreich damit einfacher und ermöglicht so auch in Zukunft preiswerten Wohnraum im Land", betonen Klubobmann Kurt Hackl, NÖAAB-Landesobfrau und Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister sowie NÖ Wirtschaftsbundobmann WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker unisono.
Die vorliegende Reform der NÖ Bauordnung gehe auf eine Initiative des NÖAAB und Wirtschaftsbundes NÖ in Zusammenarbeit mit dem VPNÖ-Landtagsklub zurück, heißt es in einer Aussendung. In der kommenden Landtagssitzung sollen die neuen Regelungen beschlossen werden.
"Mehr als 100 Stellungnahmen sind im Begutachtungsverfahren eingegangen. Von Interessensvertretungen, Unternehmen und Privatpersonen. Die Ideen wurden gesichtet und eingearbeitet – vor allem haben sie uns aber Mut zu dieser Reform ausgesprochen. Mit dem Beschluss am Donnerstag machen wir die NÖ Bauordnung zu einer der modernsten in Österreich. Bisher unmögliche Projekte, die aber sehr sinnvoll sein können, werden jetzt möglich gemacht. Beispielsweise die nachträgliche Errichtung von weiteren Wohnungen in einem bisher nicht ausgebauten Dachboden, mehr Möglichkeiten bei der Bebauung des Bauwichs, um Grundstücke besser auszunützen oder die Wiedererrichtung von Bauwerken in den gleichen Ausmaßen wie der Bestand. Diese und weitere Maßnahmen tragen dazu bei, dass Bauen wieder einfacher, preiswerter und schneller möglich ist", so Klubobmann Kurt Hackl.
Ziel sei es gewesen, "dass Bauen und Sanieren einfacher und vor allem günstiger wird", so Landesrätin Teschl-Hofmeister. "Mit dieser Novelle schaffen wir eine deutliche Erleichterung für Betriebe, die bestehende Gebäude weiterentwickeln oder anders nutzen möchten. Wesentlich einfacher und kostenschonender werden dadurch Nachnutzungen und Ausbauten von Gebäuden, deren ursprüngliche Bewilligung vor dem 1. Februar 2015 erteilt wurde", begrüßt auch Präsident Ecker "wesentliche Neuerungen für die niederösterreichische Wirtschaft bei Bauvorhaben".
Auch ein wichtiger Punkt bei der Sitzung: "Mehr als 150 Millionen Euro werden durch den NÖ Landtag für die Versorgungsregion Waldviertel zur Umsetzung der Maßnahmen im Gesundheitsplan 2040+ freigegeben. Davon kommen 90 Millionen Euro der Sanierung des Landesklinikums Horns zugute, 37 Millionen Euro fließen in das Landesklinikum Zwettl und 21 Millionen Euro in das Landesklinikum Waidhofen an der Thaya. 6,5 Millionen Euro werden in das Landesklinikum Allentsteig investiert. Damit machen wir die Häuser zukunftsfit und bereit für künftige Herausforderungen. Jeder Euro, den wir in die bauliche Substanz unserer Kliniken stecken, kommen den Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zugute, um weiterhin erstklassige Rahmenbedingungen zu bieten", gibt Hackl bekannt.