Ermittlungen ausgeweitet

Neue Wende nach Missbrauchsfall um 14-Jährige

Nach der Einstellung der Ermittlungen gibt es im Fall nun eine neue Wendung: Gegen einen 17-Jährigen wird erneut ermittelt.
Newsdesk Heute
05.08.2026, 09:03
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Nach der Einstellung der Ermittlungen im Fall einer mutmaßlichen Vergewaltigung einer 14-Jährigen in einem Jugendzentrum in Gnarrenburg (Landkreis Rotenburg) wird erneut wegen eines Sexualdelikts in der Gemeinde ermittelt. Im Fokus steht laut Medienberichten ein 17-Jähriger.

Die 14-Jährige soll in den Räumen des Jugendzentrums von drei Jugendlichen im Alter von 15 bis 18 Jahren vergewaltigt worden sein. Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren jedoch ein.

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"Ich kann ihnen eine strafbare Handlung mit der für die Anklageerhebung erforderlichen Sicherheit nicht nachweisen", teilte die Erste Staatsanwältin laut "Bild" der Anwältin der Familie mit.

Nach Angaben des Mädchens habe sie während der Tat weder geschrien noch geweint, sich aber auch nicht aktiv beteiligt und sich innerlich völlig verschlossen. Die Staatsanwältin erklärte dazu: "Voraussetzung für die Strafbarkeit der Beschuldigten ist zunächst, dass der Widerwille für einen objektiven Dritten erkennbar gewesen wäre."

Tat auf Handy gefilmt

Der Fall war im März 2026 bekannt geworden. Laut "Bild" entdeckte die Mutter auf dem Handy ihrer Tochter ein Video, auf dem das Mädchen von einem Jungen festgehalten wird. Die Schülerin habe später berichtet, die Tür sei mit einem Billardtisch versperrt und laute Musik abgespielt worden. Die Tatverdächtigen sollen die Tat gefilmt haben, das Video verbreitete sich später.

"Sie sollen eine Strafe kriegen für das, was sie mir angetan haben", sagte das Mädchen gegenüber "Bild".

Erneut Ermittlungen

Wie die "Zevener Zeitung" berichtet, soll es Mitte Juli in derselben Gemeinde erneut zu einem sexuellen Übergriff auf ein 14-jähriges Mädchen gekommen sein. Die Polizeiinspektion Rotenburg ermittelt gegen einen 17-Jährigen. Laut "Bild" soll dieser bereits im Fall aus dem März als Anführer der Gruppe aufgetreten sein.

Ob der neue Verdachtsfall Auswirkungen auf die rechtliche Bewertung des früheren Falls hat, ist offen. Die Staatsanwaltschaft Stade ist nach Angaben von Staatsanwältin Julia Pirk bislang noch nicht mit den neuen Ermittlungen befasst.

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