Nach dem Ausbruch des Volcán de Fuego hat Guatemala die höchste Warnstufe Rot für mehrere betroffene Regionen ausgerufen. Betroffen sind die Provinzen Sacatepéquez, Chimaltenango und Escuintla.
Rund 350 Bewohner der Dörfer El Porvenir und Las Lajitas wurden von Einsatzkräften vorsorglich evakuiert und in einer Notunterkunft in San Juan Alotenango untergebracht.
Der nur rund 35 Kilometer von der Hauptstadt Guatemala-Stadt entfernte Vulkan brach am Montag aus. Seitdem schleudert er Lava, Asche und Gase in die Umgebung. Aus Sicherheitsgründen wurden mehrere Schulen geschlossen und eine wichtige Straße gesperrt.
Der Volcán de Fuego gilt als der aktivste Vulkan Mittelamerikas und sorgt immer wieder für gefährliche Ausbrüche.
Der aktuelle Ausbruch weckt schmerzhafte Erinnerungen. Beim verheerenden Ausbruch im Jahr 2018 kamen mindestens 215 Menschen ums Leben, ähnlich viele wurden damals als vermisst gemeldet. Eine ganze Ortschaft wurde von den Lavamassen verschüttet.
Gerade deshalb reagieren die Behörden diesmal besonders früh und bringen Bewohner gefährdeter Gebiete vorsorglich in Sicherheit.
Guatemala liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, einer der aktivsten Erdbeben- und Vulkanzonen der Erde. Vulkanausbrüche und starke Erdbeben gehören dort immer wieder zum Alltag.
Die Behörden beobachten die Lage am Feuervulkan weiterhin genau. Ob weitere Evakuierungen notwendig werden, hängt von der weiteren Entwicklung des Ausbruchs ab.