Wiener Schule geflutet! Kripo befragt nun Schüler

Zu Halloween waren Unbekannte in eine NMS in Wien-Simmering eingebrochen, hatten das Wasser aufgedreht. 800.000 Euro Schaden! Nun nimmt die Polizei die Schüler ins Visier.
Mit einer Mülltonne hatten die Täter ein Fenster eingeschlagen, waren ins Schulgebäude der Neuen Mittelschule (NMS) Pachmayergasse geklettert. Im dritten Stock schlugen sie zu: "Sie haben dort auf dem Bubenklo das Waschbecken mit Papiertüchern ausgelegt und den Wasserhahn aufgedreht", so Schuldirektorin Daniela Schmalek zu "Wien heute". In den Herbstferien lief das Wasser sechs Tage lang unbemerkt – "Heute" berichtete.

Polizei vermutet einen "Insiderjob"

Wer für den Wasserschaden – er beträgt mit rund 800.000 Euro noch mehr, als ursprünglich befürchtet – verantwortlich ist, ist weiter unklar. Schmalek glaubt an einen Vandalenakt, da niemand versucht hatte, in die Direktion, wo der Safe steht, oder ins Lehrerzimmer, wo Elektrogeräte wie CD-Player aufbewahrt werden, einzudringen. Nun werden jedenfalls die Schüler der NMS von der Kriminalpolizei befragt. Einzeln, im Beisein ihrer Eltern. Den die Polizei geht von einem "Insiderjob" aus, da die Täter unerkannt an der Überwachungskamera vorbeigeschlichen waren.

100 Schüler in Ersatzquartier

"Es ist die gesamte linke Seite der Schule kaputt, das betrifft vier Klassen, den Physiksaal, die Schulküche. Die Bibliothek ist komplett zerstört", so Direktorin Daniela Schmalek. Seit Entdeckung des Schadens laufen die Trocknungsgeräte, alle Böden und Wände sind durch die Feuchtigkeit aufgeweicht und müssen saniert werden. Die Aufräumarbeiten werden wohl bis in den Sommer dauern. 100 der 240 Schüler werden seitdem in einem Ersatzquartier unterrichtet.

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