Neuer AMS-Bonus von 500 Euro von der SPÖ angestoßen

Eine Arbeitssuchende beim Ausfüllen eines Formulars in einer Geschäftsstelle des AMS-Wien.
Eine Arbeitssuchende beim Ausfüllen eines Formulars in einer Geschäftsstelle des AMS-Wien.ROLAND SCHLAGER / APA / picturedesk.com
Die SPÖ prescht mit einem neuen Vorschlag vor: Arbeitslose sollen einen Bonus von 500 Euro bekommen. Was sie dafür tun sollen, sagt die SPÖ-Chefin.

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner drängt auf eine "Pflegeoffensive", denn die letzte große Pflegereform sei mittlerweile zehn Jahre her. Damals seien die rund 300 unterschiedlichen Behörden, bei denen man das Pflegegeld beantragen musste, auf eine Handvoll vereinheitlicht und der Pflegefonds eingerichtet worden. Nun gebe es akuten Handlungsbedarf, denn in zehn Jahren würden 100.000 Arbeitskräfte im Pflegebereich fehlen, so Rendi-Wagner.

Erreichen will die SPÖ-Chefin dies mit mehreren Maßnahmen. Eine der spannendsten davon: Ein Umstiegsbonus von 500 Euro zusätzlich zum Arbeitslosengeld für Arbeitslose, die sich zu Pflegekräften ausbilden lassen. Außerdem sollen vor allem junge Menschen motiviert werden, in die Pflege einzusteigen. "Wir müssen junge Menschen für den Pflegeberuf begeistern und ihnen den roten Teppich ausrollen", so die SPÖ-Vorsitzende.

"Das muss uns die soziale Sicherheit in Österreich wert sein"

Dazu soll es für alle Menschen, die eine Pflegeausbildung machen, ein Gehalt von 1.700 Euro brutto geben, das vom Bund finanziert wird, so der Vorschlag. Die Ausbildung in den Pflegeberufen selbst soll gratis sein. "Was es für PolizeischülerInnen gibt, soll es auch für Pflegekräfte geben. Das muss uns die soziale Sicherheit in Österreich wert sein! Ein Gehalt während der Ausbildung bringt Sicherheit und motiviert junge Menschen für den Pflegeberuf", sagt Rendi-Wagner.

Mit diesen Maßnahmen könne man laut SPÖ-Chefin die Pflege für alle Menschen sicherstellen und einen Pflegenotstand verhindern. "Der Pflege- und Gesundheitsbereich muss auch bei uns als Zukunftssektor für inländische Beschäftigung begriffen werden. Die Sicherung der Pflege ist eines der größten Zukunftsthemen. Wir werden zum Glück immer älter. Darum müssen wir jetzt vorsorgen, um den Pflegenotstand zu verhindern", so die Politikerin.

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