Neuer Bildungscampus bietet auch Nistplätze für Vögel

Manfred Simmet (Vertreter des PPP-Auftragnehmers), Silvia Angelo (Vorständin ÖBB-Infrastruktur AG), Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr, Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal und Gerhard Blöschl (Bezirksvorsteher Stellvertreter, Favoriten) beim Spatenstich (v. li. n. re.).
Manfred Simmet (Vertreter des PPP-Auftragnehmers), Silvia Angelo (Vorständin ÖBB-Infrastruktur AG), Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr, Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal und Gerhard Blöschl (Bezirksvorsteher Stellvertreter, Favoriten) beim Spatenstich (v. li. n. re.).PID/Wache
Im neuen Bildungscampus in der Landgutgasse sollen sich nicht nur Kinder wohl fühlen: An der Fassade werden auch Nistplätze für Vögel errichtet.

Bis 2023 wird die neue Bildungseinrichtung mit Kindergarten, Volksschule und Mittelschule für rund 1.100 Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren fertiggestellt. Am Montag fand der Spatenstich statt. Vorgesehen sind auch berufsvorbereitende Klassen, Kreativ- und Therapieräume sowie eine Musikschule. Insgesamt werden rund 12.500 Quadratmeter an Nutzfläche zur Verfügung stehen.

Umgesetzt wird das Modell Campus plus: Kindergartengruppen und Schulklassen rücken dabei in "Bildungsbereichen", sogenannten "BIBER", enger zusammen. Durch die gemeinsame Nutzung der unterschiedlichen Räume verbringen die Kinder den Tag gemeinsam.

Freiluftklassen und Motorikpfad

"Der Bildungscampus in Innerfavoriten wird mit seinem breiten pädagogischen Angebot, modernster technischer Ausstattung, zeitgemäßen Lernmethoden und einem tollen Raumnutzungskonzept für neue bildungsspezifische Maßstäbe in Favoriten sorgen", so Vizebürgermeister und Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (NEOS).

Errichtet wird der Bildungscampus auf einem rund neun Hektar großen Areal. In jedem Obergeschoß werden sich Terrassen und ganz oben ein Dachgartenbereich befinden. Im Erdgeschoß befinden sich eine Veranstaltungsstätte, die Verwaltungsräume und die Aula. Zudem stehen den Kindern Außenanlagen auf den ebenerdigen Freiflächen und den Dachgärten zur Verfügung. In den Freiluftklassen, ruhigen Lernbereichen sowie dem Spielbereich mit Motorikpfad und verschiedenen Spielgeräten können die Kinder lernen, spielen und sich bewegen. Für die Kleinsten gibt es eine Kleinkinder-Spielzone.

Zuhause für Vögel, Sandschrecke und Schmetterlinge

Wohlfühlen sollen sich ab 2023 nicht nur Schüler im Bildungscampus: An der Fassade werden Nistplätze für Vögel, am Dach ein Habitat für die Blauflügelige Sandschrecke sowie eine Schmetterlingswiese geschaffen.
Zudem wird die Schule mit einer 770 Quadratmeter großen Photovoltaikanlage ausgestattet. Zum Heizen und Temperieren ist eine Bauteilaktivierung und eine Fußbodenheizung über Wärmepumpe, aktivierte Bohrpfähle und Tiefensonden geplant. Der Strombezug soll soweit wie möglich über die PV-Anlage erfolgen. Weiters wird es eine kontrollierte Be- und Entlüftung geben.

Neues Stadtentwicklungsgebiet

Neben dem Bildungscampus, entstehen am Standort Landgutgasse/Laxenburger Straße auch 1.500 Wohnungen, Büro- und Gewerbeflächen. "Als Favoritnerin habe ich einen besonderen Bezug zum Grätzel 'Neues Landgut'. Dort wird nicht nur ein großes und leistbares Wohnungsangebot entstehen, sondern auch eine moderne Infrastruktur errichtet, von der alle Bezirksbewohnerinnen und Bewohner profitieren werden", so Vizebürgermeisterin und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal. "Ganz besonders freut es mich, dass in unmittelbarer Nähe zum Bildungscampus ein großer Grünbereich geschaffen wird, der einerseits den Schutz der Natur und anderseits als Erholungsfläche in Schulnähe genutzt werden kann. Mit der Erhaltung der benachbarten beiden Hallen im Backsteinbau wird auch ein sehr wertvolles Statement zur Geschichte Favoritens gegeben", ergänzt der stellvertretende Bezirksvorsteher Gerhard Blöschl.

"Hier am Neuen Landgut, einem Ort, an dem früher Triebfahrzeuge und Reisewägen gewartet wurden, haben wir Platz für Neues und vor allem Platz für einen weiteren Bildungsstandort geschaffen. In ganz Wien entstehen auf ehemaligen Bahnarealen neben Wohnungen, großzügigen Grünanlagen auch insgesamt neun Bildungscampusse. Wir sind stolz, Teil dieser zukunftsweisen Stadtentwicklungen zu sein", so Silvia Angelo, Mitglied des Vorstands ÖBB-Infrastruktur.

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