Johannes Zöchling

Neuer Chef – das will Assinger-Nachfolger im ÖSV ändern

Der ÖSV-Nachfolger von Roland Assinger hat klare Vorstellungen, wie Österreich wieder zur Ski-Spitze zurückkehren soll.
Sport Heute
28.07.2026, 07:51
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Der 46-jährige Johannes Zöchling hat Anfang Mai die Nachfolge von Roland Assinger als Rennsportleiter der ÖSV-Damen angetreten. Nach zwei Jahren als Technik-Trainer in Norwegen soll Zöchling die österreichischen Skirennläuferinnen wieder regelmäßiger auf das Podest führen.

Im Interview mit der "Tiroler Tageszeitung" betonte der Niederösterreicher, dass er das bestehende System nicht komplett umkrempeln wolle. "Von der Gruppenstruktur bleibt alles gleich", erklärte er. Schließlich habe es in der vergangenen Saison in jeder Trainingsgruppe Podestplätze gegeben. Nun gehe es darum, an einzelnen Stellschrauben zu drehen. "In Österreich will man Siege und konstant auf das Podium."

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Ein besonderer Fokus soll auf dem Selbstvertrauen der Athletinnen liegen. Laut Zöchling sei der Unterschied zwischen guten Leistungen und der Elite vor allem mental. "Der Unterschied zwischen einem guten und einem richtig schnellen Schwung ist das Vertrauen der Athletinnen in sich selbst", sagte der neue Cheftrainer. Dieses Selbstvertrauen müsse durch ruhige, konstante Trainingsarbeit wachsen.

Auch bei der Zusammenarbeit will Zöchling neue Akzente setzen. Der Niederösterreicher setzt auf Vertrauen statt auf einen rauen Führungsstil. "Ich lege sehr viel Wert auf Zusammenarbeit. Es geht um Vertrauen und Verantwortung", erklärte er. Jeder müsse seinen Beitrag leisten – sowohl das Trainerteam als auch die Athletinnen. Erfahrungen aus seiner Zeit in Norwegen wolle er dabei einbringen, auch wenn die Strukturen dort deutlich kleiner seien als beim ÖSV.

Die Ära Assinger war immer wieder holprig verlaufen. ÖSV-Stars, allen voran die inzwischen zurückgetretene Super-G-Weltmeisterin Stephanie Venier, hatten sich öffentlich über Assinger und seinen Stil als Trainer und Kommunikator beschwert.

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