Mit dem Gewinn der kleinen Kristallkugel im Riesentorlauf krönte Julia Scheib ihre bisher stärkste Weltcup-Saison. Jetzt arbeitet die Steirerin daran, auch in den Speed-Disziplinen den Anschluss an die Weltspitze zu schaffen.
"Ich bin voll im Aufbau-Training. Das, was wir jetzt trainieren, davon leben wir den ganzen Winter", erklärte Scheib der "Tiroler Tageszeitung".
Im Sommer steht für die ÖSV-Läuferin deshalb ein besonderes Programm auf dem Plan: Nach zwei Trainingswochen in Argentinien reist sie für ein spezielles Speed-Training nach Chile. "Es war mein Wunsch, denn ich will mich weiterentwickeln", sagte die 27-Jährige.
Vor allem im Super-G sieht Scheib noch Luft nach oben. Die Junioren-WM-Zweite von 2019 weiß, dass sie auf den schnellen Kursen noch zulegen muss. "Wenn ein Super-G technisch schwieriger ist, kann ich sicher etwas herausholen. Ansonsten habe ich noch einiges zu tun."
Sorgen, dass der zusätzliche Fokus auf den Super-G ihre Paradedisziplin Riesentorlauf beeinträchtigen könnte, macht sie sich nicht. "Die beiden Disziplinen ergänzen sich gut", betont Scheib. Eine Herausforderung werde allerdings sein, den höheren Trainingsaufwand und die zusätzliche Belastung während der Saison optimal zu managen.