"Mein Leben hat sich von einem auf den anderen Tag verändert", erzählt die junge Steirerin. Während einer Trainingseinheit mit ihren Kolleginnen sackte Engelhardt ohne Vorwarnung zusammen. Später erfuhr sie, dass ihr Herz sogar zweimal aufgehört hatte zu schlagen.
Wenige Tage davor hatte sich die ÖSV-Athletin leicht krank gefühlt, dem aber keine große Bedeutung beigemessen. Im Krankenhaus stellte sich heraus, dass sie an einer Herzmuskelentzündung litt. Selbst die behandelnden Ärzte hätten zeitweise kaum noch Hoffnung gehabt.
Dass Engelhardt überlebte, verdankt sie auch der schnellen Reaktion ihrer Betreuer. Einer setzte sofort den Notruf ab, zwei weitere begannen mit der Wiederbelebung. Über eine Videoschaltung gab das Rote Kreuz zusätzliche Anweisungen, anschließend wurde die 18-Jährige per Hubschrauber nach Linz gebracht.
Nach vier Tagen erwachte Engelhardt aus dem künstlichen Tiefschlaf. Mittlerweile wurde ihr ein Herzschrittmacher eingesetzt. Ihre Karriere im Leistungssport ist damit zwar beendet, normalen Sport darf sie aber weiterhin ausüben.
Heute ist sie vor allem dankbar – und richtet einen dringenden Appell an andere Sportler: "Passt nach einer Infektion auf euch auf!" Ihr Fall zeigt, wie gefährlich es sein kann, Krankheitssymptome zu unterschätzen.