Jetzt kommen auch neue Fächer in den Schulen

Neue Fächer kommen in den Schulen (Symbolfoto)
Neue Fächer kommen in den Schulen (Symbolfoto)HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com
Ab Herbst 2023 kommen neue Lehrpläne zum Einsatz. Die Modernisierung soll sich laut Bildungsministerium dabei in den Namen der Fächer niederschlagen.

Im Rahmen einer Novellierung kommen an den Volks- und Mittelschulen sowie an den AHS-Unterstufen ab Herbst 2023 neue Lehrpläne zum Einsatz. Damit einher geht auch die Umbenennung von gewissen Schulfächern. Anstelle von "Musikerziehung", "Bildnerische Erziehung" oder "Technisches" bzw. "Textiles Werken" werden Schüler künftig in "Musik", "Kunst und Gestaltung" sowie "Technik und Werken" unterrichtet. Die entsprechenden Lehrpläne sollen noch diesen Herbst verordnet werden. 

Zahlreiche Adaptierungen

Aus einem Begutachtungsentwurf des Bildungsministeriums geht laut APA hervor, dass an den Volksschulen in Zukunft nicht mehr "Deutsch, Lesen und Schreiben" gelehrt wird, sondern schlicht "Deutsch". Aus Verkehrserziehung wird "Verkehrs- und Mobilitätsbildung". 

Auch an den Mittelschulen und AHS-Unterstufen wird es entsprechende sprachliche Adaptierungen geben. "Geographie und Wirtschaftskunde" wird künftig "Geografie und wirtschaftliche Bildung" heißen, "Biologie und Umweltkunde" wir zu "Biologie und Umweltbildung" umgetauft. Außerdem wird bald "Geschichte und Politische Bildung" bald anstelle von "Geschichte und Sozialkunde/ Politische Bildung" gelehrt. Aus "Bildungs- und Berufsorientierung" wird "Berufsorientierung".

Faßmann spricht von "Rundum-Erneuerung"

Wie Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) in einer Stellungnahme gegenüber der APA festhält, verändere sich die Gesellschaft mit großem Tempo. Mit den erneuerten Lehrplänen gehe man daher den Weg einer "Rundum-Erneuerung". Die neue Generation von Lehrplänen intgriere "Wissen, Können und Handeln stärker als früher", heißt es in dem Statement. "Neues Fach kommt an Schulen".

Da die Lehrpläne festlegen, was Schüler am Ende eines Schuljahres wissen und können sollen, haben diese auch einen Einfluss auf die Erstellung von Schulbüchern oder die Lehrerausbildung. Wie das Ministerium mitteilt, wird seit rund zwei Jahren unter dem Titel "Lehrpläne NEU" an der umfassenden Modernisierung gearbeitet. Im Regierungsprogramm heißt es dazu, dass der Fokus auf die Kompetenzvermittlung und klare Unterrichtsziele gelegt werden soll. 

Kritik von Gewerkschaftsseite

Eingebunden an der Entwicklung der neuen Lehrpläne waren Teams aus Schulen, Universitäten, Pädagogischen Hochschulen und der Austrian Educational Competence Centres (AECCs). Wissenschaftlich begleitet wurde dieser Prozess durch die Universität Salzburg. 

Offenbar nicht eingebunden war die Lehrergewerkschaft. Entsprechend verstimmt zeigte diese sich am Dienstag in einer Aussendung. Man sei "sehr überrascht" von der Ankündigung neuer Lehrpläne. Man kenne weder die zuständigen Personen noch die involvierten Organisationen wie die AECCS oder die Inhalte. Als "keinen guten Start für so ein großes Projekt" bezeichnete der oberste Lehrervertreter Paul Kimberger (FCG) gegenüber der APA das Vorgehen des Ministeriums.

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