Norweger schießen scharf

Neuer Schummel-Vorwurf gegen ÖSV-Star Tschofenig

Neuer Wirbel um ÖSV-Springer Daniel Tschofenig: Nach seiner Disqualifikation bei Olympia sorgt das Strafmaß speziell in Norwegen für Kritik.
Sport Heute
25.03.2026, 20:54
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Die Aufregung im Skisprung-Zirkus reißt nicht ab. Nach der Disqualifikation von Daniel Tschofenig beim olympischen Großschanzen-Bewerb sind neue Details aufgetaucht. Laut dem norwegischen Medium "NRK" ging es nicht nur um zu große Schuhe, sondern auch um "unangemessenes Verhalten".

Demnach soll der ÖSV-Adler versucht haben, sich durch Ziehen und Dehnen seines Anzugs einen Vorteil zu verschaffen. Die FIS bestätigte diesen Punkt. Wettkampfleiter Sandro Sambugaro wertete das Verhalten jedoch nicht als vorsätzlichen Regelverstoß. In Norwegen, dessen Verband und Springer im Vorjahr bei der Heim-WM für einen großen Anzug-Skandal gesorgt hatten, sehen das viele anders.

Dass Tschofenig lediglich für den betroffenen Wettkampf disqualifiziert wurde, sorgt im norwegischen Team für Unverständnis. "Ich habe am eigenen Leib erfahren, wie streng man bestraft werden kann, und da ist es natürlich ärgerlich zu sehen, dass nicht alle vor dem Gesetz gleich sind", sagte Johann André Forfang.

Auch Halvor Egner Granerud übte Kritik: "Das ist ja der Punkt, an dem wir intern etwas frustriert waren, dass die Strafe, die man nach der WM in Trondheim erhalten hat, keiner der bisherigen Strafen ähnelt." Damals waren Forfang und Marius Lindvik nach dem Anzugskandal für drei Monate gesperrt worden.

Zusätzliche Brisanz erhält die Debatte, weil Tschofenig die Norweger nach deren Vergehen zuvor scharf kritisiert hatte. Granerud reagierte darauf sarkastisch: "Er hat wohl ziemlich deutlich gemacht, dass es harte Strafen für diejenigen geben sollte, die bewusst manipulieren, also vermute ich, dass er enttäuscht ist, dass er selbst keine härtere Strafe bekommt."

Die FIS betont jedoch Unterschiede zwischen den Fällen. Ausrüstungskontrolleur Mathias Hafele erklärte: "Die Manipulation der Passform eines Anzugs ist etwas ganz anderes als die Manipulation eines Anzugs, nachdem dieser bereits zugelassen wurde. Das ist der Unterschied." Tschofenig selbst zeigte sich einsichtig: "Das ist schon okay. Sie haben gemerkt, dass da eindeutig etwas nicht stimmte. Sie haben mich verwarnt. Ich werde es nicht wieder tun."

Zur Erinnerung: Das norwegische Team hatte bei der Nordischen WM Anzüge vorsätzlich umgenäht und war dabei durch Filmaufnahmen erwischt worden.

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