Das Comeback von Manuel Neuer im deutschen Nationalteam hat offenbar zu reichlich verbrannter Erde geführt. Wie "Ran" berichtet, wollte der 40-Jährige im Zuge seiner Rückkehr selbst über das Torwartteam entscheiden und hat darauf bestanden, dass Bayern-Kollege Jonas Urbig anstelle von Alexander Nübel zur Weltmeisterschaft fährt.
Letztlich kam es zu einem Kompromiss: Urbig reiste als sogenannter "Trainingstorhüter" ohne Kaderplatz und Spielberechtigung mit zur WM, Nübel blieb offiziell die Nummer drei. Für zusätzlichen Wirbel sorgte laut dem Bericht Bundestrainer Julian Nagelsmann selbst. Die Rückholaktion von Neuer ist demnach ein klassischer Alleingang gewesen – Tormanntrainer Andreas Kronenberg blieb außen vor.
Er wurde nicht einmal in die Pläne eingeweiht. Besonders verärgert habe Kronenberg der Umgang mit Oliver Baumann, dem zuvor gemeinsam mit Nagelsmann ein Stammplatz bei der WM zugesichert worden sein soll.
Der langjährige Torwarttrainer habe deshalb zwischenzeitlich sogar einen Rücktritt in Erwägung gezogen. Kronenberg arbeitet bereits seit 2021 für den DFB und war damit schon vor Nagelsmann im Amt.
Auch bei der Heim-EM 2024 soll Neuer bereits Einfluss genommen haben. Damals plante Nagelsmann laut "Ran", vier Torhüter mitzunehmen: Neuer, Marc-André ter Stegen, Oliver Baumann und Alexander Nübel.
Auf Drängen des Bayern-Stars sei Nübel letztlich aber doch aus dem endgültigen Aufgebot gestrichen worden. Zwischen Neuer und Nübel herrscht seit Jahren ein schwieriges Verhältnis. "Ran" spricht in diesem Zusammenhang sogar von "Mobbing" durch den Weltmeister von 2014.