Im Vorfeld des WM-Viertelfinales zwischen Frankreich und Marokko drehte sich nicht alles nur um das Geschehen auf dem Rasen. Auch die Trainersuche des DFB war Thema – und dabei überraschte ARD-Experte Bastian Schweinsteiger mit zwei prominenten Alternativen zu Wunschkandidat Jürgen Klopp.
Für den Weltmeister von 2014 ist zwar klar, dass Klopp die erste Wahl des DFB ist. Dennoch stellte er die Frage nach möglichen Alternativen. "Hat der DFB überhaupt andere Optionen? Sammer? Matthäus vielleicht?", sagte Schweinsteiger.
Moderatorin Esther Sedlaczek zeigte sich überrascht und hakte sofort nach, ob Schweinsteiger Lothar Matthäus tatsächlich als Bundestrainer in Betracht ziehen würde. "Ja. Wenn es um Fußball-Fachwissen geht, dann sind Lothar Matthäus und Matthias Sammer ganz weit vorne", erklärte der Ex-Nationalspieler.
Ein Engagement von Matthäus gilt allerdings als äußerst unwahrscheinlich. Der Rekordnationalspieler selbst hatte zuletzt in der BILD-Sendung "Lothar legt los" erklärt, dass ein Job als Bundestrainer für ihn kein Thema sei. Stattdessen laufen die Verhandlungen mit Klopp weiter. Der ehemalige Liverpool-Coach bleibt der klare Favorit auf die Nachfolge von Julian Nagelsmann.
Kritisch sieht Schweinsteiger allerdings das Vorgehen des DFB. Für weitere Gespräche wollen Präsident Bernd Neuendorf und seine Delegation eigens nach New York reisen. "Er ist natürlich die Nummer eins. Aber dass die Delegation nach New York fliegt, wirkt auf mich etwas hektisch. Man ist sehr bemüht, aber mir fehlt dabei ein wenig die Souveränität", sagte Schweinsteiger.
Der 40-Jährige warnte zudem davor, sich ausschließlich auf Klopp zu fokussieren. "Sie wollen ihn unbedingt haben. Aber es wirkt ein bisschen so, als würde man hoffen, dass er jetzt alles rettet."
Auch wenn Klopp die Nationalmannschaft auf ein neues Niveau heben könne, brauche es aus Schweinsteigers Sicht mehr als nur einen Trainerwechsel. "Jürgen Klopp ist das Pflaster, das die Wunde heilen soll. Ob sie dadurch komplett verheilt, weiß ich nicht. Mit der nächsten Spielergeneration muss in den kommenden Jahren viel gearbeitet werden."
Zum Abschluss richtete Schweinsteiger noch eine Warnung an den DFB: "Jürgen Klopp weiß, dass er das Heft in der Hand hat. Da muss man schon aufpassen, dass man einen Gegenpol hat."