Der Bezirk Gänserndorf hat für Landespolizeidirektor Franz Popp viele Gegensätze zu bieten. Einerseits gibt es durch die Nähe zu Wien eine eher städtische, damit auch "stark belastete" Struktur, wie die APA berichtet. Im Norden ist es hingegen ländlicher und kleinteiliger.
In Marchegg gibt es außerdem eine eigene Dienststelle der Fremden- und Grenzpolizei. "Jetzt werden wir schauen, was dann wirklich die Erfahrungen sind." Sollten Probleme auftreten, ist man laut Popp natürlich bereit, Gespräche zu führen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.
Die Simulationsphase, bei der im Bezirk Gänserndorf schon nach dem neuen System Dienstpläne erstellt wurden, ist in den letzten knapp zwei Monaten abgeschlossen worden, erzählt Popp im Gespräch mit der APA. "Seitdem stehen die Regeln fest", und ab September werden diese auch umgesetzt.
Während der Simulationsphase hat es im Bezirk Gänserndorf kleinere technische Schwierigkeiten gegeben, gibt Popp zu. Das sollte sich jetzt aber bessern. Grundsätzlich zeigt er sich froh, dass der Bezirk Gänserndorf, unterstützt von der Landespolizeidirektion, für den Test zur Verfügung stand, "weil wir so noch viel genauer hinschauen können".
Popp steht klar hinter dem neuen Dienstzeitmodell. Durch das System sei eine viel bedarfsgerechtere Planung möglich. Außerdem gebe es "einen einheitlichen Rahmen für alle", und es wird künftig nicht mehr zwischen Gruppen- und Wechseldienstplan unterschieden.
Die entstandene Aufregung kann der Landespolizeidirektor "nur bedingt bis gar nicht" nachvollziehen: "Ich bin überzeugt, dass einige Ecken und Kanten, die sich ergeben werden, abgeschliffen werden – und das ist auch so geplant." Besonders betont Popp, dass die Änderungen nicht auf Kosten der Sicherheit der Menschen gehen werden – im Gegenteil, man könne "noch zielgerichteter" arbeiten.