Die neue Justizanstalt am Münnichplatz in Wien-Simmering wurde notwendig, weil die Justizanstalt Gerasdorf zugesperrt hat und die Jugendabteilung in der Josefstadt aus allen Nähten platzt. Wie ORF Wien berichtet, will das Justizministerium jetzt endgültig die Startprobleme des Jugendgefängnisses abschließen.
Geplant war, dass die ersten jungen Straftäter schon im Juli 2024 einziehen. Tatsächlich sind sie aber erst im Jänner 2025 gekommen – und das, obwohl da noch Baustellen waren. Auch der angekündigte Vollbetrieb im November hat sich verzögert.
Für Schlagzeilen sorgte das Jugendgefängnis, weil es zu unerlaubten Kontakten mit Insassen über die Außenzäune gekommen ist. Diese Probleme wurden mit baulichen Maßnahmen gelöst. Zusätzlich gab es zu wenig Personal, was den normalen Betrieb weiter verzögert hat. Sogar die Volksanwaltschaft hat sich die Lage angeschaut.
Jetzt soll alles rund laufen: Die Bauarbeiten sind fertig, und die neue Leiterin Seada Killinger wurde offiziell vorgestellt. Das Jugendgefängnis hat Platz für 72 Burschen, die dort auch eine Ausbildung machen können. Rund 60 Leute vom Exekutivdienst arbeiten in der Anstalt.