Während Häftlingstransports

Toter Insasse – Ermittlungen gegen Justizwachebeamte

Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt ermittelt nach dem Tod eines Strafgefangenen der Justizanstalt Hirtenberg – das ist bisher bekannt.
Niederösterreich Heute
15.01.2026, 11:55
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Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt ermittelt nach dem Tod eines Strafgefangenen der Justizanstalt Hirtenberg, der im vergangenen Dezember an den Folgen von Verletzungen gestorben ist. Diese sollen im Zuge eines Häftlingstransports entstanden sein. Das teilte das Justizministerium am Donnerstag mit.

Mehrere Verletzte

Der Mann sollte auf ärztliche Anordnung in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses gebracht werden, wehrte sich jedoch laut Ministerium massiv gegen den Transport. Dabei wurden sowohl der Insasse als auch sechs Justizwachebeamte verletzt.

Die Beamten leisteten umgehend Erste Hilfe und alarmierten Rettungskräfte, denen es gelang, den Mann zunächst medizinisch zu stabilisieren. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, verstarb jedoch noch am selben Abend. Zur Klärung der Todesursache und der genauen Umstände läuft nun ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Eisenstadt. Ermittelt wird gegen die an der Amtshandlung beteiligten Justizwachebeamten, ein Obduktionsgutachten wurde in Auftrag gegeben, liegt aber noch nicht vor.

Das Justizministerium betonte, Polizei und Staatsanwaltschaft von Beginn an bei der lückenlosen Aufklärung unterstützt zu haben. Zudem führte die Generaldirektion für den Strafvollzug eine Überprüfung vor Ort durch. Die beteiligten Beamten wurden vorläufig von Einsatz- und Führungsfunktionen abgezogen, der Einsatz wird unabhängig von den strafrechtlichen Ermittlungen intern evaluiert. Die Ergebnisse sollen in Einsatzleitfäden sowie in Aus- und Fortbildungsmaßnahmen einfließen. Den betroffenen Beamten wurde ein Kriseninterventionsmanagement angeboten.

Justizministerium tief betroffen

Das Justizministerium zeigte sich tief betroffen vom Tod des Insassen und betonte die Verantwortung der Justiz für Menschen in ihrer Obhut. Man kündigte vollständige Aufklärung sowie transparente Information über weitere Maßnahmen an. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung, Medien wurden ersucht, aus Rücksicht auf Persönlichkeitsrechte auf Namensnennungen zu verzichten.

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