Mord-Alarm in NÖ

Getötete Frau (36) – Tierfreundin, Partys und Musik

Am Dienstagabend gestand ein 47-Jähriger, seine Partnerin (36) mit einem Seil erdrosselt und dann mehrere Tage in seinem Erdkeller versteckt zu haben.
Victoria Carina  Frühwirth
15.01.2026, 04:30
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Als die Polizei am Dienstag, dem 13. Jänner, das Einfamilienhaus in Wilfersdorf (Bezirk Mistelbach, NÖ) betrat, war Joyce P. bereits tot. Die 36-Jährige war am 5. Jänner 2026 von ihrem Lebensgefährten Stefan S. mit einem Seil erdrosselt worden. Danach soll der Mann tagelang mit der Leiche im Haus gelebt und den Körper schließlich in einem Erdkeller versteckt haben.

Verdächtiger gestand Mord bei Anruf

Der Fall kam ins Rollen, nachdem ein Bekannter von Joyces Lebensgefährten – es gilt die Unschuldsvermutung – am Dienstagabend bei der Polizei Anzeige erstatten wollte. Er gab an, jener Lebensgefährte hätte ihm den Mord am Telefon gestanden.

Daraufhin rasten Beamte zum Schreckenshaus, wo sie auf den Tatverdächtigen Stefan S. trafen. Er kooperierte sofort, gestand die Tat und führte die Polizisten zur Leiche der 36-Jährigen in seinem Erdkeller. Hinweise auf eine weitere Beteiligung gibt es laut bisherigem Ermittlungsstand nicht.

Mit Juni im Todeshaus eingezogen

Nach "Heute"-Informationen lebte Joyce P. mit ihrem Partner zur Miete in dem Einfamilienhaus. Das Paar war erst im Juni 2025 von Mistelbach nach Wilfersdorf gezogen. Die aus Cuxhaven in Deutschland stammende Frau hinterlässt Schwestern und einen Hund "Akuma".

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Joyce erkannte man an ihren blondierten, geglätteten Haaren, dem schwarzen Eyeliner unter ihren Augen und am Monroe-Piercing. Die junge Frau verbrachte ihre Freizeit beim Spazieren mit Hunden in der Natur. Sie galt als partyfreudig, hörte gern SIDO. Ein Song von Tate McRae, den das Femizid-Opfer auf Facebook postete: "You broke me first", zu Deutsch: "Du hast mich zuerst gebrochen."

Auf Facebook aktiv

Besonders eng war Joyces Bindung zu ihrem Husky "Spyke", mit dem sie oft in der Natur unterwegs war. Auch mit ihrem Hund "Akuma" ging sie zuletzt im Schnee spazieren, wie sie noch vor fünf Wochen auf Social Media postete.

Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe

Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Polizei-Notruf: 133

Hier weiterlesen: Expertin gibt konkrete Tipps: Kontrolle, Eifersucht - wann der Alarm schrillen sollte >

Auf Facebook zeigte sich die junge Auswanderin aus Deutschland noch kurz vor der Tat glücklich. Im Juni 2025 veröffentlichte sie etwa Pärchenbilder, die sie mit dem tatverdächtigen Lebensgefährten zeigen soll.

Die Bildbeschreibung: "Unsere Geschichte ist vielleicht nicht die typische, aber ich bin dankbar für jeden Moment, den wir gemeinsam erlebt haben. Wir haben uns gefunden und unsere Beziehung hat sich auf eine besondere Weise entwickelt." Unter der Bildergalerie wurde als Gefühlslage angegeben: "… fühlt sich geliebt." Die Ermittlungen zum genauen Ablauf der Tat dauern an.

{title && {title} } VF, {title && {title} } Akt. 15.01.2026, 10:02, 15.01.2026, 04:30
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