"Es ist ein Schock, dass so etwas direkt bei uns vor der Haustür passiert", sagt Josef Tatzber, Bürgermeister der 2.000 Einwohner großen Gemeinde Wilfersdorf im Bezirk Mistelbach, im "Heute"-Gespräch.
Laut "Heute"-Infos waren der tatverdächtige Niederösterreicher und seine Partnerin im Juni 2025 von Mistelbach ins benachbarte Wilfersdorf gezogen – in ein kleines Einfamilienhaus.
"Bisher gab es keine Berührungspunkte, von Gemeindeseite gab es keine Vorkommnisse, das Ganze ist unbegreiflich", sagt Tatzber. "Es ist ein Wahnsinn, wir haben erst die Botschaft 'Gegen Gewalt an Frauen' plakatiert – und dann das."
Wie berichtet, hatte ein Zeuge in den Abendstunden des 13. Jänner 2026 auf der Polizeiinspektion Mistelbach Anzeige erstattet – der Tatverdächtige habe ihm über eine Bluttat erzählt.
Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe
Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Polizei-Notruf: 133
Hier weiterlesen: Expertin gibt konkrete Tipps: Kontrolle, Eifersucht - wann der Alarm schrillen sollte >
Sofort fuhren Einsatzkräfte an die Wohnadresse des Beschuldigten, traf diesen an. Der Verdächtige war umgehend kooperativ und führte die einschreitenden Polizeibeamten zu einem Erdkeller auf seiner Liegenschaft – hier wurde die Leiche entdeckt!
Stefan S. (47) war der Polizei bereits bekannt, zuletzt musste sie mehrmals wegen des Verdachts von häuslicher Gewalt einschreiten. Auch von Drogen ist in der Nachbarschaft die Rede. Nun dürfte ein Streit komplett eskaliert sein.
Die Amtshandlung wurde vom Landeskriminalamt Niederösterreich, Ermittlungsbereich Leib/Leben und Assistenzbereich Tatort, übernommen.
Bei einer ersten Einvernahme zeigte sich der 47-Jährige umfassend geständig, seine Lebensgefährtin am 5. Jänner 2026 nach einem vorangegangenen Streit erdrosselt zu haben. Nun sitzt der 47-Jährige in der Justizanstalt Korneuburg – Mordermittlungen laufen, es gilt die Unschuldsvermutung.