Wenn Rechnungen unklar sind, Verträge Ärger machen oder Forderungen plötzlich im Raum stehen, landet der Frust oft bei der Arbeiterkammer Niederösterreich. Dort wurde 2025 kräftig interveniert: Rund 49.100 Beratungen führte die Konsumentenberatung durch, insgesamt ging es dabei um rund 1,1 Millionen Euro für Betroffene.
Am häufigsten suchten Konsumenten Hilfe beim Thema Wohnen – fast jede vierte Anfrage betraf Mieten, Betriebskosten oder Verträge. Auch Freizeitdienstleistungen und digitale Angebote sorgten für Probleme, ebenso Banken und Versicherungen.
"Mehr als 49.100 Beratungen durchgeführt", zieht AK-Präsident Markus Wieser Bilanz. "Die AK steht ihren Mitgliedern zur Seite, wenn sie alleine nicht weiterkommen – sei es bei ungerechtfertigten Forderungen, unklaren Verträgen oder Problemen mit Unternehmen."
Der Großteil der Fälle ließ sich bereits durch Beratung lösen. In knapp 1.500 Fällen griff die AK jedoch direkt bei Unternehmen ein – erst dadurch kam Bewegung in festgefahrene Streitigkeiten. Besonders auffällig: Tausende Anfragen zu Kreditbearbeitungsgebühren sowie Ärger rund um Reisen, Streaming und Online-Dienste.
"Die Anforderungen an die Konsumentenberatung verändern sich laufend – darauf hat die AK Niederösterreich auch im vergangenen Jahr mit einer gezielten Weiterentwicklung ihres Beratungsangebots reagiert", sagt Sandra Nowak, Leiterin der AK Niederösterreich-Konsumentenberatung. Der direkte Kontakt zu den Menschen bleibe dabei entscheidend – egal ob telefonisch, per E-Mail oder bei Beratungstagen vor Ort.