Es ist lang, goldbraun, außen knusprig und innen flaumig weich – das Baguette. Das charakteristische Brot aus Mehl, Wasser, Hefe und einer Prise Salz ist in der ganzen Welt bekannt. Aus Gesundheitsgründen wird in Frankreich jetzt jedoch die Rezeptur geändert.
Konkret wird der Salzgehalt pro 100 Gramm Baguette und anderen hellen Brotsorten von 1,5 auf 1,4 Gramm reduziert. Das teilte Frankreichs Bäckereiverband jetzt mit. Die Maßnahme soll gegen den übertriebenen Konsum von Salz mit der Gefahr von Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Die Reduktion im Brot ist nur der erste Schritt. Langfristiges Ziel sei es, den Salzgehalt in der gesamten Ernährung der Menschen in Frankreich zu verringern. Brot, das in der französischen Ernährung eine wichtige Rolle spiele, sei für 20 Prozent der täglichen Salzzufuhr verantwortlich.
Die Einsparung von 0,1 Gramm mag im ersten Moment mickrig wirken, ist aber nicht ohne. Das Salz hat nämlich nicht nur Auswirkungen auf den Geschmack, sondern auch auf die Teigeigenschaft, die Brotqualität, die Farbe, das Volumen und zuletzt auch auf die Haltbarkeit. Als Alternative würde man sich künftig mit Hefe helfen, erklärte der Verband.