Neun Kinder und ein Vater sterben bei Massenkarambolage

In Alabama ist es am Sonntag zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen.
In Alabama ist es am Sonntag zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen.REUTERS
Ein Strandausflug endete mit einem Horror-Crash. Bei einer Massenkarambolage im US-Staat Alabama kamen neun Kinder und ein Vater ums Leben. 

Zehn Menschen, darunter neun Kinder und Jugendliche, sind bei einem schweren Verkehrsunfall im US-Bundesstaat Alabama ums Leben gekommen. Der Sender CNN meldete am Sonntag unter Berufung auf die Gerichtsmedizin im Bezirk Butler, in einem Fahrzeug eines Mädchenheims seien acht Kinder im Alter zwischen 4 und 17 Jahren gestorben.

In dem zweiten Unfallfahrzeug seien ein neun Monate altes Mädchen und dessen 29-jähriger Vater getötet worden. Zu dem Unfall war es am Samstag bei stürmischem Wetter auf der Autobahn I-65 gekommen.

Fahrerin verliert beim Unfall zwei Kinder

Die Fahrerin des Vans erlitt schwere Verletzungen. Sie sei von Helfern aus dem brennenden Fahrzeug gerettet worden, teilte Michael Smith, Vorsitzender der gemeinnützigen Organisation "Alabama Sheriffs Youth Ranch", laut der "New York Times" mit.

Die Gruppe sei auf dem Rückweg von einem Strandausflug gewesen, sagte Smith. Alle acht Kinder, fünf Mädchen und drei Jungen, seien am Unfallort gestorben. Nach Smiths Angaben sind auch zwei Kinder der Fahrerin, die das Camp leitete, unter den Opfern. "Es ist so eine schreckliche Tragödie und Verlust", schrieb die Organisation auf Instagram.

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Nach Angaben der Behörden waren auf der regennassen Straße mehrere Fahrzeuge in den Unfall verwickelt. Die Autobahn war mehrere Stunden gesperrt. Die Unfallursache werde untersucht.

Augenzeugin konnte Tochter retten

Lacey Willis konnte sich mit ihrer Tochter aus der Massenkarambolage retten. Mit ihrem Mann und ihrer sechs Monate alten Tochter war sie auf dem Rückweg von einem Familienstrandausflug in Destin, Florida. Sie saß mit ihrer Tochter auf dem Rücksitz des Autos, als sie einen Aufprall gespürt habe, sagte sie zu CNN. Ihr Auto sei gegen eine Leitplanke geknallt und hatte die Airbags ausgelöst. Ihr Auto bliebt schließlich im Gras stehen. Kurz vor dem Unfall ging in der Region ein heftiges Gewitter nieder, gemäß Willis war viel Wasser auf der Straße.

Sie sagt, sie habe ihre Tochter gepackt und sei so weit wie möglich von der Unfallstelle weggegangen, als sie bemerkte, dass Fahrzeuge Feuer fingen. Willis' Ehemann habe dabei geholfen, eine Familie – einen Mann, eine Frau und ihre beiden Kinder – aus einem Lastwagen zu ziehen, der auf die Seite gekippt war, sagte sie.

"Ich habe nur gebetet. Die Leute riefen nach jemandem, der den 911-Notruf anrufen sollte, aber niemand wusste, an welcher Meilenmarkierung sie sich befanden", sagt Lacy Willis. "Da war ein Mann ohne Hemd. Er hat geschrien – auf der Suche nach Krankenschwestern und Ärzten."

Sie und ihre Familie seien fünf Stunden am Unfallort gewesen. "Einige Leute saßen am Straßenrand fest, weil ihre Autos brannten", sagt die Frau, die als Produzentin bei einem TV-Sender arbeitet. Sie sei dankbar, dass sie und ihre Familie unversehrt geblieben seien.

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