Die Seattle Seahawks haben rund fünf Monate nach ihrem Triumph beim Super Bowl für einen Rekordpreis einen neuen Besitzer gefunden. Die Eigentümergruppe unter der Führung des in Indien geborenen Milliardärs Vinod Khosla zahlt für die Franchise, die sich im Februar zum zweiten Mal in ihrer Geschichte zum Champion der National Football League (NFL) krönte, übereinstimmenden Medienberichten zufolge 9,612 Milliarden US-Dollar - so viel, wie für keinen NFL-Klub zuvor.
Es sei ein "formeller Kaufvertrag" abgeschlossen worden, gaben die Seahawks in einer offiziellen Mitteilung bekannt, die Familie Khosla werde "zum Mehrheitsgesellschafter des Teams". Offiziell abgeschlossen ist der Kauf damit aber noch nicht, in den nächsten Monaten muss die Transaktion noch von der NFL genehmigt werden.
Geführt werden die Verhandlungen mit dem Nachlass von Paul Allen, der Microsoft-Mitgründer und Unternehmer hatte das Team aus dem US-Staat Washington bereits im vergangenen Jahrtausend erworben. Nach seinem Tod ging die Franchise in den Besitz seines Nachlasses, dessen Vorsitz seine Schwester innehat. Der gesamte Erlös aus dem Verkauf der Seahawks soll für wohltätige Zwecke gespendet werden.
"Wir freuen uns darauf, auf dem erfolgreichen Erbe von Paul Allen aufzubauen und das Vertrauen der Seahawks-Organisation sowie der Fans überall zu gewinnen", wurde Khosla in der Mitteilung zitiert. Der 71-Jährige ist auch Partner in der Eigentümergruppe der San Francisco 49ers. Die Anteile am rivalisierenden Klub muss die Familie jedoch abgeben, damit der Deal finalisiert werden kann.
Dann wären die Seahawks offiziell der teuerste Verkauf der NFL-Geschichte. 2023 wechselten zuletzt die Washington Commanders für 6,05 Milliarden US-Dollar ihren Besitzer.