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"Nicht aussichtslos!" Jetzt spricht neuer Austria-Boss

Mit Anfang Oktober hat Harald Zagiczek seine Funktion als Austria-Finanzvorstand angetreten, erklärte nun, wie er die "Veilchen" sanieren möchte. 
Sport Heute
06.10.2023, 18:51
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Zagiczek war zuletzt erfolgreich als Vorstand der Wirtschaftsagentur Burgenland tätig, löste seinen ursprünglich bis 2024 laufenden Vertrag auf, um den Vorstandsposten bei den "Veilchen" zu übernehmen. Der 48-Jährige setzte sich gegen gut 60 Bewerbungen durch, wurde einstimmig gewählt. Und gab am Freitag erste Einblicke, wie er die finanziell schwerst angeschlagene Austria retten möchte. 

"Es ist für mich eine große Freude, als glühender Austrianer für diesen Verein tätig sein zu dürfen. Ich habe im Juni von der Suche nach einem neuen Austria-Finanzvorstand erfahren und habe nicht lange zugewartet, um mich zu bewerben. Es gibt nichts Spannenderes als die Wiener Austria. Ich konnte nicht Nein sagen", erzählte der Niederösterreicher.

Die "Veilchen" haben Verbindlichkeiten über 60 Millionen Euro, konnten in den letzten drei Jahren die Bundesliga-Lizenz nie im ersten Anlauf holen. "Das Bild ist nicht blendend., aber auch nicht aussichtslos. Die Austria hat eines der attraktivsten Stadien, einen der attraktivsten Markenwerte in Österreich. Da schlummert viel Potenzial", erklärte der neue Finanz-Boss. Zagiczek durchleuchtete in seinen ersten Tagen beim Verein die Austria-Bilanzen, machte sich selbst ein Bild.

"Signifikante Reduzierung der Verbindlichkeiten"

"Wir werden den Vertriebs- und Sponsoringapparat ausdehnen. Das Wesentliche ist es, dass das Unternehmen so viel Einnahmen lukriert, dass ein möglichst hoher Anteil in den Sport gelangt", erklärte der 48-Jährige. Es sei das Ziel, im Sponsoring, über Europacup-Teilnahmen und über Transfers finanziell zu reüssieren. 

Klar ist aber auch, allein durch das Optimieren von Prozessen wird es nicht getan sein. Die Austria muss gut 60 Millionen Euro abbauen. "Wir haben einen Plan, ein Konstrukt, das wir beharrlich verfolgen werden", erklärte der neue Austria-Finanzboss. "Wir wären nicht gut beraten, wenn wir jetzt schon sagen, was wir genau vorhaben. Wir haben die Verantwortung, dass wir das Ruder herumreißen. Die Austria zieht enorm", ergänzte Präsident Kurt Gollowitzer. 

"Es muss eine signifikante Reduzierung der Verbindlichkeiten gelingen", untermauerte Gollowitzer. Was damit gemeint ist? Das ließ die neue Austria-Führung offen. Mit Blick auf die Bundesliga-Lizenzvergabe sollen aber finanzielle Dinge bis Ende Februar geklärt werden. Unter anderem mit internationalen Sponsoren. "Wir befinden uns in der schönsten Stadt Europas. Wir müssen eine Geschichte erzählen", meinte der 48-Jährige. 

Eines ist jedenfalls klar: Zagiczek möchte jedes Austria-Spiel live verfolgen. "Ich möchte mich auch den Fans vorstellen, weil sie ein wichtiger Teil sind und weil ich den Kontakt suche."

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