Fettner lag schon nach dem ersten Durchgang mit einem Satz auf 137,0 Meter als bestplatzierter Österreicher auf dem vierten Rang, sprang mit neuerlich 137,0 Metern in der Entscheidung schließlich auf Gesamtrang fünf. Damit war der Tiroler aber der beste heimische Springer. Zu Olympia darf Fettner aber nicht, er wurde zuvor nicht nominiert.
Der Sieg ging derweil an den slowenischen Saison-Überflieger Domen Prevc (146,5 Meter, 155,0 Meter), er verpasste mit seinem zweiten Satz nur um einen halben Meter den Schanzenrekord. Der Gesamtweltcup-Führende hängte Ren Nikaido aus Japan um 22,0 Punkte ab, Karl Geiger aus Deutschland wurde 26,4 Punkte hinter dem Slowenen Dritter. Fettner hatte schon 40,8 Punkte Rückstand.
Zweitbester ÖSV-Springer war Daniel Tschofenig als Zehnter, er verlor mit einem Satz auf 133,5 Meter in der Entscheidung noch drei Ränge, sein Rückstand auf Prevc: 49,6 Punkte. Stefan Kraft wurde 14. (-56,8 Punkte), Clemens Aigner klassierte sich dahinter auf Rang 15 (-58,1). "Die Sprünge sind gut, unten gehen mir leider die Meter ab", meinte Tschofenig. "Ich bin echt zufrieden mit meinen Sprüngen, aber als ich dachte, jetzt geht es so richtig ab, passiert nicht viel", so Kraft.
Tschofenig und Kraft bilden gemeinsam mit Jan Hörl und Stephan Embacher Österreichs Quartett bei Olympia in Norditalien. Hörl und Embacher ließen das Weltcup-Wochenende in Willingen aus.