Protest für ein Denkmal

"Nicht Islamfeindlich" – ÖVP stellt Sobieski-Statue auf

Seit Jahren sorgt ein geplantes Sobieski-Denkmal für Polit-Streit. Die ÖVP hat jetzt eine Statue aus Karton aufgestellt.
Aitor Lopez de Alda
12.08.2026, 17:02
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In Wien hätte ein Denkmal für Jan Sobieski entstehen sollen. Aus Sorge vor "islamfeindlichen Ressentiments" wurde daraus jedoch nichts. Jetzt startet die Wiener ÖVP einen neuen Versuch: Aus Protest stellte sie am Mittwoch ein großes Denkmal aus Karton auf.

Karton-Denkmal sorgt für Aufsehen

Jan Sobieski führte 1683 das Entsatzheer an, das Wien von der Belagerung durch die Osmanen befreite und damit die zweite Türkenbelagerung Wiens beendete. Gemeinsam mit dem polnischen Botschafter wurde am Kahlenberg der mehr als zwei Meter hohe Aufsteller errichtet. "Sobieski steht für ein gemeinsames Kapitel der österreichischen und polnischen Geschichte", sagt Stadträtin Kasia Greco (ÖVP).

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Polen-Botschafter unterstützt Aktion

Bereits 2013 gab es erste Pläne für eine Statue, 2018 wurde das Projekt genehmigt, später jedoch wieder gestoppt. "Der Befreier von Wien hat sich eine Statue verdient, nicht ein leeres Sockel wie jetzt", sagt ÖVP-Klubobmann Harald Zierfuß.

Auch die polnische Botschaft unterstützt die Aktion. "Die Befreiung Wiens war nicht nur für Österreich, sondern für ganz Europa sehr wichtig", sagt Botschafter Zenon Kosiniak-Kamysz.

Stadt Wien lehnt Denkmal ab

Die Stadt Wien möchte das Denkmal jedoch nicht aufstellen. Sie begründet dies damit, dass das Monument als Bühne für nationalistische oder antitürkische Ressentiments missbraucht werden könnte.

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